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17. 05. 2012
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Bundesbankchef kehrt an die Kölner Universität zurück


12.02.2011 18:17 von:

Schlagwörter: Köln,2011,Universität zu Köln,Rückkehr,Prof. Axel Weber,Bundesbank,EZB,Volkswirt

Der noch amtierende Präsident der Deutschen Bundesbank, Prof. Dr. Axel Weber, wird nach dem Ende seiner Dienstzeit voraussichtlich wieder an die Universität zu Köln zurückkehren. Nach seiner Ernennung an die Spitze der deutschen Notenbank war der promovierte Volkswirtschaftler nur beurlaubt worden, wie der Tagesspiegel in seiner morgigen Sonntagsausgabe berichtet. Das Blatt will das aus informierten Kreisen in Erfahrung gebracht haben, berichtete die Zeitung weiter. Weber galt lange Zeit als Wunschkandidat für den Vorsitz der Europäischen Zentralbank EZB in Frankfurt am Main. Dort sitzt derzeit noch der Franzose Jean-Claude Trichet an der Spitze. Der Rückzug Webers aus der Position wird als Niederlage für Bundeskanzlerin Angela Merkel gewertet, wie verschiedene Medien heute mitteilten.

Der renommierte Heimkehrer soll nach dem Bericht des Tagesspiegels jedoch nicht sofort in den Lehrbetrieb der Universität zurückkehren. Wie die Zeitung weiter berichtet, hat der heute 53-Jährige zunächst ein Freisemester beantragt. Ab dem Wintersemester wird der vormalige Uni-Professor dann wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Seine Dienstzeit an der Spitze der Notenbank endet am 30. April 2011 nach insgesamt sieben Jahren. Der im rheinland-pfälzischen Kusel geborene Wirtschaftsfachmann studierte in Konstanz und promovierte in Siegen. Dort erwarb er auch den Professorentitel im Alter von gerade einmal 37 Jahren. Anschließend war Weber an mehreren Universitäten als Professor tätig, unter anderem seit 2001 als Lehrstuhlinhaber für Internationale Ökonomie. Zwischen 2002 und 2004 war Weber überdies Mitglied im so genannten "Rat der Wirtschaftsweisen", ehe er nach Frankfurt am Main berufen wurde.

Unterdessen hat sich der 53-Jährige in einem Spiegel-Interview zu seinem Rückzug aus dem Amt des Bundesbank-Präsidenten geäußert. Demnach sei er zuletzt innerhalb des EZB-Vorstand zunehmend isoliert gewesen. Wiederholt hatte sich Weber kritisch zum geplanten Ankauf von Anleihen jener Euro-Staaten durch die EZB geäußert. Diese klare Meinung hat ihn möglicherweise die Unterstützung einiger europäischer Regierungen gekostet, verriet der Finanzexperte dem Spiegel.







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