17. 05. 2012
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CDU kritisiert drohende Einschränkungen an der Kölner Uni
Die neuen Studentinnen und Studenten der Hochschulen im bevölkerungsreichsten Bundesland haben in diesen Tagen ihre akademische Ausbildung begonnen, und das ohne die bis dahin geltenden Studiengebühren. Doch nicht nur die beengten Verhältnisse und der angespannte Wohnungsmarkt in der Millionenmetropole stellen für viele Studierende eine Belastung dar. Nun droht neues Unbill aus Düsseldorf, glaubt man der CDU-Opposition im Landtag. Weil die rot-grüne Minderheitsregierung ihr Wahlversprechen eingelöst hatte und die Studiengebühren abschaffte, musste sie den Hochschulen den daraus erwachsenden Mindereinnahmen erstatten. Pro Jahr beläuft sich der Betrag auf rund eine Viertel Million Euro.
Weil die versprochenen Kompensationszahlungen aber gedeckelt sind, komme dies nach Meinung der Landtagsopposition einer De-Facto-Kürzung gleich. Das ergibt sich aus der Notwendigkeit zusätzlicher Investitionen in Infrastruktur der Hochschulen, so die Kritiker weiter. Darunter wird voraussichtlich auch die zweitgrößte Hochschule des Landes, die Kölner Universität zu Köln, zu leiden haben. Weit über 6000 neue Studierende in diesem Wintersemester bedeuten einen Zuwachs von fast einem Drittel gegenüber dem Vorjahr (Köln Nachrichten berichtete). „Es werden der Uni Köln im Haushalt Millionen fehlen, und darunter leiden Lehrende ebenso wie Studierende. Das ist Betrug, besonders auf Kosten der vielen Erstsemester, die in diesen Tagen an die Universitäten strömen“, kritisierte Gisela Manderla, Vorsitzende des Schulausschusses im Rat der Stadt Köln. Dabei nahm sich die Opposition im Landtag vor allem SPD-Wissenschaftsministerin Svenja Schuilze vor. Die hatte kurz zuvor noch in einem Radiointerview über einen „Durchbruch durch die Bildungsmauer“ philosophiert. Die CDU befürchtet nun, eine Kürzung der eigentlich dringend benötigten Tutorien. Die waren ursprünglich mit den Studiengebühren anfinanziert worden.

























