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17. 05. 2012
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CECAD setzt erneut Zeichen


19.10.2011 18:41 von:

Schlagwörter: Köln,Nekroptose,2011,Oktober,Haut,Epidermis,Zelltod,Studie,Fachzeitschrift

Das Kölner Exzellenzcluster CECAD hat sich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten einen internationalen Ruf erarbeiten können. Grundlage dafür sind neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Gesundheitswissenschaften, genauer der altersbedingten Erkrankungen. Nun haben Kölner Wissenschaftler einen weiteren Durchbruch bei der Erforschung der altersbedingten Prozesse im Stoffwechsel erzielen können. In einem Aufsatz in der Fachzeitschrift „Immunity“ veröffentlichte Prof. Manolis Pasparakis und Kollegen neueste Erkenntnisse zu einer bestimmten Form des kontrollierten Zelltods. Unter der Leitung des Kölner Wissenschaftlers haben das Exzellenzcluster CECAD und der Sonderforschungsbereich 829 („SFB829“) der Kölner Universität in einer Studie den Nachweis erbracht, dass die Regulation der Nekroptose in den sog. Keratinozyten entscheidend für die Verhinderung von Hautentzündungen ist. Die äußere Hautschicht, die Epidermis, besteht überwiegend aus speziellen Zellen. Ihre wichtigste Funktion ist die die Wirkung als physiologische und immunologische Barriere, die den Körper gegen gefährliche Mikroorganismen schützt, erläuterten die Forscher.

Um den bereits erforschten Signalweg des programmierten Zelltods, der Apoptose, zu aktivieren, interagiert das „Fas Associated Death Domain“ (FADD)-Protein mit sogenannten Death-Rezeptoren. Diese Todes-Rezeptoren können aber auch eine andere Art von Zelltod auslösen, die Nekroptose. Sie wird durch die beiden Proteine RIP1 und RIP3 vermittelt. LautPasparakis lassen bisherige Studien vermuten, dass die Verhinderung der RIP-vermittelten Nekroptose essentiell für die embryonale Entwicklung ist. „Nach dem aktuellen Stand der Forschung bleibt die physiologische Bedeutung der Mechanismen, die die Nekroptose regulieren, für die normale Gewebefunktion und bei der Entstehung von Erkrankungen aber noch unklar“, erklärte der Kölner Genetiker n Erkenntnisfortschritt. Die Forscher experimentierten dabei mit Labormäusen. Wurde das FADD-Protein entfernt, bildeten sich innerhalb weniger Tage schwere, entzündliche Hauptveränderungen auf der äußeren Hautschicht. Darüber hinaus konnte die RIP3-abhängige Nekroptose von Keratinozyten, denen das FADD-Protein fehlt, als Auslöser für Hautentzündungen identifiziert werden.

„Im Gegensatz zu seiner etablierten Rolle als Vermittler der Apoptose entdeckten wir, dass FADD eine essentielle Überlebensfunktion in Keratinozyten erfüllt, die entscheidend für die Aufrechterhaltung einer ausgeglichenen Immunreaktion der Haut ist und Hautentzündungen verhindert“, so Pasparakis weiter. Die Forscher erhoffen sich aus den Ergebnissen und Erkenntnissen dieser Untersuchung neue Möglichkeiten zur Behandlung von chronischen und akuten Hautveränderungen wie Exzemen, Psoiriasis, aber auch bei Auftreten von Nebenwirkungen anderer Medikamente.







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