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17. 05. 2012
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Deutsche Sporthochschule: Dopingforscher wollen aufholen


05.08.2011 14:20 von:

Schlagwörter: Köln,Polizei,Neueinstellung,Demografie,Polizeibehörde,Stelllenplan,Pensionierung

Der Kampf gegen Doping scheint aussichtslos zu sein. Und doch geben die Dopingforscher nicht auf. Ganz im Gegenteil: Mit der Einrichtung einer europäischen Beobachtungsstelle an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) soll der Kampf gegen Doping und für einen sauberen Sport wieder offener werden. Die Forscher rund um Prof. Mario Thevis scannen dabei die Szene nach neuen Substanzen ab und versuchen ihre potenziellen Wirkungen auf eine mögliche Nutzung als leistungssteigerndes Mittel abzuschätzen. Die Stelle wurde bereits im Juni dieses Jahres eingerichtet, initiiert hatte sie das Bundesministerium des Inneren. Das Zentrum für Präventive Dopingforschung an der DSHS war der geeignete Ort, an der die neue Monitoring-Stelle andocken sollte.

Offizielle Aufgabe dieser Beobachtungsstelle ist es, möglichst frühzeitig Kenntnisse über Entwicklungen neuer dopingrelevanter Medikamente der pharmazeutischen Industrie zu erlangen. Bereits bei Entwicklung von neuen Medikamenten mit Missbrauchspotential müssen zukünftig schon Strategien entwickelt werden, die einen Missbrauch vermeiden lassen oder zumindest den Nachweis der Substanzen ermöglichen. Die frühe Identifizierung von biologischen Zielen oder pharmakologischen oder therapeutischen Entwicklungen, die Relevanz für das Doping haben ist somit der Schlüssel für eine erfolgreiche Dopingprävention in der Zukunft, so die Verantwortlichen weiter.

Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Unternehmen der pharmazeutischen Industrie. Allerdings benötige man Unterstützung bei der systematischen Durchforstung der wissenschaftlichen Literatur nach Substanzen mit leistungssteigernden Effekte. Auch Patentanmeldungen, Börsenmitteilung sowie die Ergebnisse von Tierversuchen gehören dazu. Auch Arzneimittelbehörden, Polizei, Zoll und nicht zuletzt Akteure des Schwarzmarktes müssen und sollen beobachtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen an ein Expertengremium z.B. an ein Komitee der World Anti Doping Agency (WADA) weitergegeben werden, das über die Aufnahme einer neuen Substanz in die Verbotsliste entscheidet. An der Kölner Beobachtungsstelle sind Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Molekularbiologie, Chemie, Pharmazie und Medizin. Auch erste Erfolge haben die Verantwortlichen bereits vorzuweisen. So sind seit Anfang dieses Jahres alle neuen, nicht zugelassenen pharmazeutischen Produkte im Sport automatisch verboten. Seit Juni habe man zudem bereits mehrere Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen aus der Pharmabranche abgeschlossen.







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