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17. 05. 2012
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Deutsche Sporthochschule sichert sich weitere Zuschüsse


07.05.2011 16:28 von:

Schlagwörter: Köln,DSHS,Deutsche Sporthochschule,2011,Mai,Zuschuss,DFG,Forschungsgemeinschaft,

Die Deutsche Sporthochschule DSHS erhält rund 500.000 Euro an Fördergeldern aus dem Etat der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Das teilte die Kölner Hochschule in dieser Woche in einer Presseerklärung mit. Damit war die DSHS gleich dreifach erfolgreich. Zwei aktuelle Forschungsprojekte der Abteilung Leistungspsychologie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Markus Raab werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Institut erhält für die beiden Vorhaben sowie ein TMS-Gerät für die neurowissenschaftliche Forschung insgesamt 500.000 Euro. Mit der TMS (Transkraniale Magnetische Stimulation) können über starke Magnetfelder Bereiche des Gehirns sowohl stimuliert als auch gehemmt werden. Ziel ist unter anderem die Erforschung der "fokalen Dystonie", einer neurologischen Erkrankung, die sich in fortdauernden Krämpfen und schmerzhaften Fehlbewegungen äußert.

Die Erkrankung tritt unter Sportlern bestimmter Sportarten oder bestimmten Berufsgruppen besonders häufig auf, unter anderem Musiker oder auch Cricket-Spieler. Die Häufung erklären sich die Wissenschaftler mit der Tätigkeit, die sich durch eine hohes Maß an Feinkoordinierung bestimmter Körperteile und Muskelgruppen auszeichnet. Nicht selten führen Fokale Dystonien bei den Betroffenen zu Karriereabbruch oder Berufsunfähigkeit. Die Kölner DSHS und die Hochschule für Musik und Theater in Hannover arbeiten bei diesem Forschungsprojekt disziplinübergreifend zusammen. Ziel ist es dabei neue Therapiemöglichkeiten auszutesten und auf die verschiedenen Gruppen Betroffener übertragbar zu machen. Zu diesem Zweck entwickelten die Forscher eine psychodiagnostische, psychophysiologische und kinematische Testbatterie. Damit sollen tätigkeitsspezifische Interventionen entwickelt, erprobt und evaluiert werden, hieß es dazu weiter.

Akustische Re-Afferenzen in der Bewegungskontrolle und –wahrnehmung

Ein weiteres hochschulübergreifendes Projekt verbindet die DSHS, die Universität Stuttgartt und das Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln. Hier beschäftigen sich die Experten mit sensomotorischen Rückmeldungen. Die entscheidende Frage dabei lautet: Sind die gleichen Mechanismen, die zur Steuerung eigener Bewegungen benutzt werden, auch zentral für die Wahrnehmung von Ereignissen in der Umwelt? Wie werden auditive Re-Afferenzen wahrgenommen? Das Forschungsprogramm stellt eine Erweiterung zu aktuellen theoretischen Entwicklungen dar, indem zum einen die zugrundeliegenden Mechanismen der Fähigkeit zur Bewegungskontrolle und die der Fähigkeit der Ereignisvorhersage miteinander verglichen werden. Zum anderen sollen erstmals die Rolle akustischer Re-Afferenzen innerhalb der Bewegungssteuerung und – wahrnehmung umfassend untersucht werden, so die Hochschule abschließend.







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