17. 05. 2012
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Drei Spitzenforscher kehren nach NRW zurück, einer nach Köln
Der erst 33-jährige Nachwuchsforscher Martin H.G. Prechtl wird mit Unterstützung des Landes NRW und der dort ausgegeben Rückkehrerprogramms demnächst an der Universität zu Köln wirken. Der promovierte Chemiker beschäftigt sich mit Suche nach neuen Möglichkeiten, neue wasserstoffspeicher für Brennstoffzellen zu entwickeln. Die neuen zu suchenden Materialien sollen zum einen größere Mengen Wasserstoff aufnehmen können als sie auch nach Bedarf freisetzen, beschrieb der Nachwuchsforscher und "Heimkehrer" seine Ziele. Der 33-Jährige lebt und arbeitet bereits seit dem vergangenen Wintersemester an der zweitgrößten Hochschule des Landes NRW. Zuletzt forschte Prechtl an der brasilianischen Universidade Federal do Rio Grande do Sul, promoviert hatte er in Aachen, seine Doktorarbeit schrieb er am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, teilte das Ministerium weiter mit. Nun hat Prechtl – wie die anderen beiden Nachwuchsforscher auch – fünf Jahre Zeit mit Unterstützung des Landes eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Dazu gibt es vom Land eine Förderung von bis zu 1,25 Millionen Euro über den gesamten Förderzeitraum, hieß es dazu weiter.
nach Ansicht der zuständigen Wissenschaftsministerin ist die Auswahl der förderungswürdigen Forschungsbeiträge ein "Kompliment an die Attraktivität des Standorts NRW". Ich freue mich, dass die drei sich für die Universitäten in Duisburg-Essen und Köln als Arbeits- und Forschungsort entschieden haben", erklärte die SPD-Ministerin Svenja Schulze am gestrigen Mittwoch. Die drei Forscher seien ein Gewinn für NRW, mussten sie doch alleine schon aus Gründen der Auslobungskriterien mindestens zwei Jahre lang im Ausland geforscht haben. Darüber hinaus müssen sie über ein herausragendes wissenschaftliches Profil verfügen. Das Rückkehrerprogramm ist Teil der gezielten Nachwuchsförderung des Landes, zu der auch das "Junge Kolleg" der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie die Doktorandenausbildung an den Forschungsschulen gehören, erklärte das Ministerium weiter.
Die beiden anderen Preisträger waren Prof. Dr. Tina Kasper (35) und Prof. Dr. Sebastian Kaiser (37). Ebenso wie der Wahl-Kölner Prechtl forschen auch sie im Bereich der Energiewissenschaft. Kasper, die es an die Universität Duisburg-Essen zieht, wird im Rahmen ihrer Forschungen in NRW die chemischen Reaktion untersuchen, die den Verbrennungsprozessen zur Krafterzeugung zugrunde liegen. Davon erhofft sich die promovierte Chemikerin neue Erkenntnisse über die Entstehung von Schadstoffen. Nur mit diesem Wissen lassen sich auf wirksame Strategien entwickeln, um zukünftig die Entstehung der Schadstoffe erst gar nicht zuzulassen, erläuterte Kasper ihren wissenschaftlichen Ansatz. Die nachwuchsforscherin hatte zuvor an den Sandia National Laboratories, einer Großforschungseinrichtung in den USA, und bei SRI International gearbeitet.
Der 37-jährige Maschinenbauingenieur entschied sich für seine Forschungen im Heimatland ebenfalls für die Ruhrgebiets-Hochschule. Zuletzt arbeitet er bei Sandia als Laborleiter. Sein Forschungsprojekt dreht sich um die Entwicklung lasergestützter Verfahren, um beispielsweise Temperaturen während der Verbrennung im Zylinder eines Pkw-Motors präzise messen zu können. Letztendlich will Kaiser mit seinen Analysen ein Computermodell erstellen, das in der Lage ist, zukünftige Antriebe effizienter und schadstoffärmer zu machen. Weitere Informationen zum Rückkehrerprogramm und zur Arbeit des Ministeriums finden sie auch auf der Internetseite unter: www.wissenschaft.nrw.de.

























