17. 05. 2012
Seite drucken
FH-Campus Deutz: Gutachten für Sanierungsbedarf ausgeschrieben
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW) des Landes Nordrhein-Westfalen hat in Abstimmung mit drei Ministerien eine Ausschreibung gestartet. Ein Gutachter soll den Sanierungsumfang des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) der Kölner Fachhochschule ermitteln. Wie die größte Fachhochschule des Landes in dieser Woche bekannt gab, kommt mit diesem neuerlichen Vorstoß erneut Bewegung in die Sache. Noch in diesem Jahr, geplant ist Mitte November 2010, soll das Ingenieurbüro gefunden sein und der Auftrag vergeben werden. Die nun gestartete Ausschreibung stößt beim Präsidium der FH auf Wohlwollen. "Dass nun ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben wird, ist immerhin ein Signal, auch wenn dieser Prozess selbst wieder Zeit braucht", erklärte der Rektor der Hochschule, Prof. Joachim Metzner. Dabei zeigte sich der Chef der FH zuversichtlich, dass auch das Gutachten zu dem Schluss kommen wird, dass ein Neubau auf der linken Rheinseite und damit letztlich auch der Abzug des IWZ aus Deutz ohne Alternative ist. Der Auftraggeber des Gutachten, der Landesbetrieb BLB, geht davon aus, dass das Gutachten selbst einen Zeitraum von sechs Monaten in Anspruch nehmen wird.
Metzner betonte, dass spätestens nach Vorlage des Gutachtens eine definitive Entscheidung folgen muss. "Sobald das neue Gutachten vorliegt, darf es keine Verzögerungen in der Entscheidungsfindung geben", forderte der FH-Rektor in seiner Stellungnahme. Man benötige hier Planungssicherheit. Die Verantwortlichen und die verschiedenen Hochschul-Gremien hatten sich im Frühjahr klar für einen Umzug an den linksrheinischen Standort ausgesprochen und dafür breite Zustimmung geerntet. Metzner befürchtet, dass eine Sanierung bei laufendem Hochschulbetrieb zu unzumutbaren Arbeits- und Studienbedingungen führen werde. Auf der anderen Seite befürchten die Geschäftsleute und Initiativen der angrenzenden Stadtteile Kalk und Humboldt-Gremberg haben sich im Zuge der andauernden Standortdebatte klar gegen einen Komplettumzug auf die andere Rheinseite ausgesprochen. Sie befürchten, dass die positiven Impulse für ihre Stadtteile und den lokalen Einzelhandel und Immobilienmarkt mit dem Umzug auf die andere Rheinseite zu spürbaren negativen Konsequenzen führen wird. Dabei profitieren die angrenzenden Wohnviertel rund um den Deutzer FH-Standort vom Zuzug junger Studierender. Nicht wenige finden hier preisgünstigen Wohnraum. Auch aus demografischer und sozialer Sicht ist eine Durchmischung dieser Stadtteile mit jungen angehenden Akademikerinnen und Akademiker mehr als wünschenswert. Die Entscheidung über den neuen FH-Standort wird frühestens im Frühjahr kommenden Jahres zu erwarten sein. An der Kölner Fachhochschule studieren derzeit sowohl links- wie rechtsrheinisch insgesamt mehr als 16.000 junge Menschen.

























