17. 05. 2012
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FH Köln: Berliner Architekten erhalten Planungsauftrag
Der neue Campus Leverkusen, der zweite auswärtige Standort der Kölner Fachhochschule, wird künftig vom Berliner Architekturbüro Augustin und Frank weitergeplant. Der Entscheidung in der Vorweihnachtswoche ging fast ein Jahr an Vorbereitungen voraus. Bereits im Februar dieses Jahres wurden zwei der insgesamt 15 anonym eingereichten Wettbewerbsbeiträge aus dem Generalplaner-Wettbewerb als Preisgruppe ausgezeichnet worden. Es folgte eine Phase der Überarbeitung. Nun ist die endgültige Entscheidung gefallen, wie die Verantwortlichen der größten Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen am heutigen Mittwoch ausführten.
Der neue Campus ist Bestandteil des Entwicklungsgebiets „Bahnstadt Opladen“. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB NRW). Im Jahr 2013 sollen die Bauarbeiten beginnen, denn der Zeitdruck ist hoch. Denn die in Leverkusen angesiedelten Fakultäten werden schon jetzt deutlich mehr Studierende aufnehmen müssen als ursprünglich geplant. Statt 227 sollen in den ersten drei Jahren bereits 319 junge Nachwuchskräfte an der FH studieren. Vier Studiengänge werden an der neuen FH-Außenstelle angeboten, hieß es dazu abschließend. Vor allem naturwissenschaftliche Studiengänge wie Technische und Pharmazeutische Chemie sollen in dem Neubau unterkommen. Mit rund 7250 Quadratmeter wird dieser Zweig Hauptnutzer des Neubaus sein. Davon entfallen rund 580 Quadratmeter auf den Bereich Cafeteria/ Mensa und 430 Quadratmeter auf die Bibliothek. Der Lehrbereich (Hörsäle und Seminarräume) soll 1058 Quadratmeter umfassen. Hinzu kommen Labore, Technikum, Werkstätten, PC-Pool, Lern- und Arbeitsräume, Büros und zentrale Verwaltungseinrichtungen. Das soll für 500 (flächenbezogene) Studienplätze oder 1000 Studierende reichen, wie die Verantwortlichen weiter ausführten.
„Das Gebäude bietet große Chancen und Möglichkeiten und entspricht unserer strategischen Zielsetzung. Die neue Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften ist forschungsintensiv angelegt mit Möglichkeiten, die deutlich das übersteigen, was bislang an Fachhochschulen möglich war“, betonte der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner. Die Baukörper sollen dabei den Campusgedanken in bauliche Form überführen. Das soll mehr „Beweglichkeit“ für mögliche spätere Umnutzungen sicherstellen. Eine besondere Herausforderung lag in der Trennung zwischen öffentlich zugänglichen und nicht-öffentlichen Bereichen. Die weitere Realisierung soll nach den derzeitigen Planungen einem Generalunternehmer übertragen werden. Ansonsten wären zwischen 35 und 45 Einzelgewerke erforderlich. 2015 sollen die ersten Studierenden am neuen Standort ihr Studium aufnehmen können.

























