17. 05. 2012
Seite drucken
FH Köln zum fünften Tempusprojekt akkreditiert
Die Kölner Fachhochschule wird gemeinsam mit den Kooperationspartnern Hogeschool Zuyd und der TU Warschau an fünf Hochschulen in Aserbaidschan moderne Bachelor- und Masterstudiengänge in verschiedenen Spezialisierungen der Elektrotechnik und Umwelttechnik einrichten. Das teilte die größte Fachhochschule des Landes Nordrhein-Westfalen am gestrigen Montag in einer Presseerklärung mit. Insgesamt registrierten die Initiatore des Tempus VI-Programm der Europäischen Union 531 Anträge. 63 wurden schließlich zur Förderung vorgeschlagen, darunter auch das mit Beteiligung der Kölner FH. Köln nimmt innerhalb der deutschen Hochschulen dabei einen Spitzenplatz ein. Als einzige höhere Bildungseinrichtung wird die FH bereits zum fünften Mal bei einem Tempus-Projekt gefördert, wie die Verantwortlichen der Hochschule betonten.
Die FH setzt dabei die Zusammenarbeit mit den beiden Kooperationspartnern fort. Schon vier Mal hatte man in gleicher Zusammensetzung der Projektpartner Tempus-Projekte realisiert. Zur Umsetzung der Ziele des Bolognaprozesses in Aserbaidschan muss die Nachhaltigkeit und Qualität der Studiengänge sichergestellt werden. Daher werden jetzt in dem Tempusprojekt "Anpassung des Lehrbetriebs an den Bolognaprozess im Ingenieurstudium für Aserbaidschan" sechs ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge optimiert und akkreditiert. Partner sind die Staatliche Erdölakademie in Baku, die Technische Universität Baku und die Staatliche Universität Sumgayit. Das Programm hat Pilotcharakter und soll die Basis für den Aufbau einer nationalen Akkreditierung von Studiengängen schaffen. Koordinatoren des dreijährigen Tempusprojektes bei der Fachhochschule Köln sind Prof. Dr. Reza Talebi-Daryani und Prof. Werner Gornik.
Das Vorhaben ist ambitioniert. Weil im Land am Kaspischen Meer bislang keine Akkreditierungseinrichtung für Ingenieurstudiengänge existiert, musste eine Agentur zwischengeschaltet werden. Sie kümmert sich um die praktische Umsetzung der Struktur, des Lehrbetriebs sowie der geforderten Praxisorientierung unter den Vorgaben des Bologna-Prozesses. Dazu müssen Lehrpläne und Lehrmaterialien weiterentwicklung, Praktika beschrieben und eingerichtet sowie die Lehrkräfte didaktisch und fachlich weitergebildet werden. Das geschieht im Falle dieses Projekts an den Partnerhochschulen der Azeris in Polen, den Niederlanden und eben an der Kölner FH. Ein weiteres wesentliches Element ist die Einführung der Qualitätssicherung durch Aufbau von Evaluierungszentren unter Einbezug der Studierenden, hieß es dazu abschließend.

























