17. 05. 2012
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FH startet digitales Cranach-Archiv
Seit dieser Woche ist das digitale Archiv rund um das Leben und Wirken des deutschen Malers Lukas Cranach online verfügbar. Wie die Kölner Fachhochschule am gestrigen Mittwoch bekannt gab, stehen nun die ersten Datensätze im Netz und können betrachtet werden. Rund 5000 Abbildungen, 2000 Textseiten sowie die Details zu rund 400 Gemälden aus jenerZeit sollen neben Wissenschaftlern auch Kunstinteressierte auf die neuen Seiten locken. Besonderer Clou: Dank hochauflösender Bilder können die Nutzer und Besucher auch Details entdecken, die dem gemeinen Museumsbesucher verborgen sind, betonten die Verantwortlichen.
»Wir haben doppelt so viel erreicht wie wir uns für die zwei Jahre vorgenommen hatten«, betonte Prof. Dr. Gunnar Heidenreich von der Fachhochschule Köln auf der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung des Digitalen Cranach Archivs. Statt der ursprünglich angedachten 200 wurden es nun 400 Werke aus dem Bestand des Künstlers , die Zahl der beteiligten Partnern stieg im gleichen Zeitraum von neun auf 20, wie der verantwortlichen Hochschulprofessor erläuterte. In der zweiten Projektphase sollen noch einmal zehn Partner hinzukommen, geht es nach dem Willen der Verantwortlichen.
Biografie des Namensgebers für das neue Onlineangebot
Lucas Cranach der Ältere (1472 – 1553) gehört – neben Albrecht Dürer und Hans Holbein dem Jüngeren – zu den bedeutendsten Malern und Grafikern der deutschen Renaissance. Zugleich zählt er zu den produktivsten und innovativsten Malern seiner Zeit. In seinem künstlerischen Wirken erschuf der Maler in seiner Werkstatt rund 1500 Gemälde. Das Digitale Cranach Archiv ist das Ergebnis eines Kooperationsprojektes des Museums Kunstpalast Düsseldorf und Prof. Dr. Gunnar Heydenreich vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln im Verbund mit den Partnern, in erster Linie Museen in Europa und den USA wie die Staatlichen Museen zu Berlin, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Kunsthistorische Museum in Wien, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, das Metropolitan Museum New York und die National Gallery in London. Die Andrew Mellon Foundation, die bereits den zweijährigen Aufbau des internetbasierten digitalen Cranach Archivs mit 270 000 US-Dollar gefördert hat, stellt für den weiteren Ausbau 740 000 US-Dollar für nächsten drei Jahre zur Verfügung, hieß es dazu abschließend.
Das Digitale Cranach Archiv finden sie im Internet unter: www.lucascranach.org.


























