17. 05. 2012
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FH und Berufskolleg beschließen Zusammenarbeit
Die Kölner Fachhochschule und das städtische “Werner-von-Siemens-Berufskolleg” wollen ihre Partnerschaft vertiefen. Am gestrigen Montag haben die Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, und der stellvertretende Leiter des Werner-von-Siemens-Berufskollegs, Andreas Daube, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist eine individuelle Vorbereitung geeigneter Nachwuchs-Studierenden an der größten Fachhochschule des Landes. Der Übergang Schule-Studium soll hier exemplarisch zu einer Art „Premium-Partnerschaft“ weiterentwickelt werden, hieß es dazu nach der Unterzeichnung. Einbezogen werden alle Angebote der FH-Studienberatung, so unter anderem verschiedene Beratungs- und Informationsveranstaltungen sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte, Schülerlabore in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ausgebaut werden soll auch der Bereich Hochschulpraktika. Hier sollen die Jugendlichen ein bis zwei Wochen ins gewünschte Studium hinein schnuppern.
Für die Fachhochschule war das allerdings keine Premiere. Sie unterhält mit der jüngsten Kooperationsvereinbarung 18 Partnerschaften mit weiterführenden Schulen in der Region, wie die Hochschule weiter ausführte. Die Kooperation soll noch in diesem Monat mit Leben gefüllt werden. Bereits in dieser Woche starten 40 Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens-Berufskollegs mit dem Schülerlabor »MINT in Mind« der Hochschule in den Sparten Mechanik, Optik, Akustik, Elektrotechnik und Regenerative Energien. Am Tag der Offenen Tür des Berufskollegs am 26. November beteiligt sich die Fachhochschule Köln mit einem Informationsstand, so die ersten konkreten Absprachen der neuen Partner.
Schwellenängste abbauen und Motivation nutzen
„Insbesondere wenn man nicht aus einer Akademikerfamilie stammt, fällt die Entscheidung für ein Studium doch noch häufig schwer. Da hilft es, bereits während der Schulzeit erste Hochschulerfahrungen zu sammeln und zu erleben: Das kann ich schaffen“, betonte Vizepräsidentin Heuchemer bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Nicht selten schaffen die so Motivierten auch gute Noten im Studium, wie die Hochschulprofessorin weiß. Das ist auch notwendig, schließlich ist die Abbrecherquote in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen die höchste innerhalb der verschiedenen FH-Bereiche. So soll die Zusammenarbeit auch einen realistischen Eindruck vom Studium vermitteln, um so auch diesem Problem zu Leibe zu rücken. Informations-, Mitmach- und Orientierungsangebote der Fakultäten sind hier ein Baustein der FH-Strategen.
Gerade die Schülerinnen und Schüler eines Berufskollegs berichteten in der Vergangenheit immer wieder mit Begeisterung vom Tag der Offenen Tür in der FH an die Schule zurück. Auch ein Schülerlabor könnte so manch schlummerndes Interesse wecken und im besten Falle nach einigen Jahren eine der dann noch dringender benötigten Fachkräfte hervorbringen. Auf das erste Schülerlabor am Berufskolleg ist man jedenfalls schon jetzt sehr gespannt, wie ein Lehrer des Kollegs berichtete. Ein erster Probedurchlauf jedenfalls sei eine „interessante Erfahrung“, hieß es vonseiten der Schulverantwortlichen abschließend.

























