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17. 05. 2012
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Gemeinsam für bessere Bildung


14.11.2011 16:49 von:

Schlagwörter: Köln,Bildung,Streik,Azubi,Schulkonsens,Studiengebühr,AStA,Universität,DGB,2011

(ehu) Die Abschaffung der Studiengebühren hat den Studenten Mut zu neuen Forderungen gemacht. Und der Schulkonsens erzürnt die Schüler. Gemeinsam wollen sie jetzt mehr: Zum Donnerstag dieser Woche rufen die Allgemeinen Studierendenausschüsse von FH und Uni Köln (AStA) sowie die Bezirksschülervertretung Köln (BSV) zum „Bildungsstreik“ mit zwei Demonstrationen auf. Ihnen angeschlossen hat sich die DGB-Jugend. Insgesamt haben sich 19 Organisationen zum „Kölner Bildungsstreikbündnis“ zusammengeschlossen, darunter auch die Jugendorganisationen von SPD, Grünen und der Linken, GEW-Studis, SDAJ, Falken und attac.

Mehr Geld für Bildung, Abbau sozialer Schranken im Bildungswesen, generell eine bessere Ausbildung – diese Forderungen verbinden Azubis, Schüler und Studenten. Für die Azubis präzisiert das Antonia Rabente von der DGB-Jugend. Von der Schule fordert sie eine bessere Vorbereitung auf die Berufswelt: „Die Mehrheit der Schüler kennt gerade einmal zehn Ausbildungsberufe.“ 80.000 Kinder würden jährlich ohne Abschluss aus der Schule entlassen, nur jeder sechste Hauptschüler erhalte eine Ausbildung. Und wer nach der lehre nicht übernommen werde, stehe ohne Zukunftsperspektive da und lande oft in Zeit- oder leiharbeit.

Ansturm auf die Universitäten: Bundesweit fehlen 50.000 Studienplätze

„Eine Schule für alle“ fordert Leonhard Haas von der BSV, „und Trennung erst nach dem 10. Schuljahr“. Der vom NRW Landtag beschlossene Schulkonsens dagegen zementiere die Tatsache, dass der soziale Status der Eltern die Schulbildung ihrer Kinder bestimme. Außerdem brauche es mehr Geld für Schulsanierungen und kleine Klassen.

Nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde und in einigen Bundesländern gleich zwei Abiturjahrgänge an die Universitäten drängen, fehlen bundesweit 50.000 Studienplätze, so Katharina Sass vom AStA der Uni Köln. Auch in Köln drohten deshalb noch überfülltere Seminare, noch mehr Bewerbungen würden abgelehnt. Außerdem müssten die Bachelor- und Masterstudiengäge überprüft werden. Die derzeitigen Regelungen machten die Studenten zu reinen Creditpoint-Jägern“. Dies belaste Studenten ebenso wie Dozenten. Schließlich forderte sie die drittelparitätische Zusammensetzung der Uni-Senate.

Wann und wo zu den Demonstrationen? Und dürfen Schülerauch auf die Straße?

Mit 3000 Teilnehmern für die gleich zwei Demonstrationen am kommenden Donnerstag wird gerechnet. Beide beginnen um 10 Uhr, die eine auf dem Albertus-Magnus-Platz, die andere auf der Eitorfer Straße in Deutz. Sie werden auf dem Kartäuserwall zu einer Zwischenkundgebung zusammentreffen und dann gemeinsam zum Rudolfplatz ziehen, wo gegen 13 Uhr die Schlusskundgebung beginnt. Ähnliche Aktionen sind für etwa 40 deutsche Städte geplant.

Schüler sollten keine Probleme haben, an den Demonstrationen teilzunehmen, so Haas. „Wir haben für Donnerstag eine Bezirksschülerdelegiertenkonferenz einberufen – und daran kann jeder teilnehmen.“

Für den gleichen Tag hat „Occupy Cologne“ ab 17.30 Uhr zu einer Demonstration vom Barbarossaplatz zur Universität aufgerufen. Am morgigen Dienstag (15.11.) soll auf einer Vollversammlung in Hörsaal II des Uni-Hauptgebäudes über den Bildungsstreik informiert und diskutiert werden.







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