17. 05. 2012
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Hochschulen investieren fast 39 Milliarden Euro
Die nordrhein-westfälischen Hochschulen haben im Jahr 2009 insgesamt fast 39 Milliarden Euro investiert. Das waren rund 2,6 Milliarden Euro oder 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt Destatis am gestrigen Freitag bekannt gab. Die Statistik bezieht sich dabei auf die öffentlichen und die privaten Hochschulen der Republik. Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während die Hochschulausgaben in Hamburg auf Grund umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen im Universitätsklinikum gegenüber 2008 um 26,4 Prozent zunahmen, gingen sie in Hessen sogar um 2,2 Prozent zurück. Hier waren im Jahr 2008 umfangreiche Investitionen getätigt worden, so die Begründung der Bundestatistiker.
Mit Abstand größter Ausgabeposten waren dabei die Kosten für Personal. Sie machten mit rund 21,6 Milliarden Euro deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben aus. Ein Jahr zuvor investierten die deutschen Hochschule ziemlich genau 20 Milliarden Euro in die eigene Belegschaft. Mit einem Anstieg von rund acht Prozent stiegen diese Ausgaben zudem etwas stärker an als die Gesamtkosten. Der laufende Sachaufwand betrug 2009 13,2 Milliarden Euro nach 12,6 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Ein Teil der Mehrausgaben ist durch Mietzahlungen entstanden, die durch die Ausgliederung der Hochschulbauten in Rheinland-Pfalz in ein Sondervermögen seit 2009 regelmäßig anfallen. 4,1 Milliarden Euro wurden für Investitionen ausgegeben und damit rund 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Diese Steigerung ist unter anderem auf die Anschaffung von Großgeräten sowie auf die Modernisierung und Erweiterung der Geräteausstattung an mehreren Hochschulen und Hochschulkliniken zurückzuführen. Hier gab es zudem mit mehr als zehn Prozent den höchsten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Auf die Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten) entfiel 2009 ein Ausgabevolumen von 16 Milliarden Euro, das waren 6,6 Prozent mehr als 2008. Die medizinischen Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten wendeten für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung 18 Milliarden Euro, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fachhochschulen (einschließlich Verwaltungsfachhochschulen) steigerten 2009 ihre Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Erfolgreich entwickelte sich dabei die Refinanzierungsseite. Ein erheblicher Teil der Investitionen und Ausgaben wird über eigene Einnahmen erwirtschaftet. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen erhöhten sich im medizinischen Bereich um 7,2 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen gehen auf Entgelte für die Krankenbehandlungen zurück. Noch höher war der Zuwachs bei den so genannten Drittmitteln. Hier stieg das Aufkommen gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als zehn Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, der Großteil davon als Mittel für Forschung und Entwicklung. Die deutschen Forschungsgemeinschaften waren dabei mit 1,9 Milliarden Euro der wichtigste Drittmittelgeber, es folgen Wirtschaftsunternehmen mit 1,2 und der Bund mit 1,1 Milliarden Euro. Die Beiträge der Studierenden blieben mit bundesweit rund 1,2 Milliarden Euro nahezu konstant.

























