17. 05. 2012
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In Köln arbeiten die meisten Lehrbeauftragten
Die Kölner Universität hat im aktuellen Marktbericht des Deutsche Hochschulverbandes zur Beschäftigungssituation ganz weit vorne platziert. In keiner Hochschule in Deutschland gibt es mehr Lehrbeauftragte als in der zweitgrößten Hochschule des Landes NRW. Insgesamt rund 4000 Lehrbeauftragte hat die Studie ermittelt, so viele wie an keiner anderen Hochschule In Deutschland. Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist mit 601 Inhaberinnen und Inhabern von Stellen die Universität mit den meisten Professoren in Deutschland. Die Zahlen stammen aus einer Umfrage des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) zur Struktur des wissenschaftlichen Personals an Universitäten. Dabei nahmen 78 von 104 Hochschulen teil. Die komplette Studie wird in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift "Forschung & Lehre" veröffentlicht, teilte der Verband weiter mit.
Vor allem bei der im Jahre 2002 eingeführten Juniorprofessur ergebe sich ein differenziertes Bild, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Während der Juniorprofessoren-Anteil an der RWTH Aachen bei zehn Prozent liege, betrage er an der TU Dresden gerade mal ein Prozent. Bayerische Universitäten gingen sehr behutsam mit der Berufung von Juniorprofessoren um. Die FU Berlin, die Universitäten Göttingen, Hamburg und Kaiserslautern seien dagegen von dieser Personalkategorie offensichtlich überzeugt. "Die Erhebung zeigt gleichwohl erneut, wie weit das vor acht Jahren ausgerufene Ziel, in Deutschland 6000 Juniorprofessoren zu installieren, verfehlt wurde", kritisieren die Autoren. Damit verfehle eine von der Politik favorisierte Idee in der Praxis ihr Ziel: Lediglich an den Universitäten Siegen, Paderborn, Bamberg und Duisburg-Essen werde mit der Lehrprofessur Ernst gemacht, hieß es in dem Abschlussbericht weiter.
Bei der Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter lägen die technischen Universitäten mit ihrer hohen Zahl an Drittmittelbeschäftigten vorn. Das zahlenmäßig beste Verhältnis zwischen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern weise jedoch die Medizinische Hochschule Hannover mit einer Relation von 1 zu 15 auf. Das Verhältnis von Professuren und Lehraufträgen, so ein weiteres Resultat der DHV-Umfrage, liege vielerorts bei 1 zu 1 oder 1 zu 2. Die Lehrauftragsvergütung beginne an der Universität Halle-Wittenberg bei sechs Euro pro Stunde. Der Spitzenwert von 150 Euro die Stunde werde im Einzelfall an der Universität Göttingen gezahlt. Der Hauptkorridor der Vergütung bewege sich allerdings zwischen 20 und 50 Euro pro Stunde, teilte der Hochschulverband abschließend mit.
Weitere Informationen zur Arbeit des Deutschen Hochschulverbandes finden Sie auch im Internet unter: www.hochschulverband.de.

























