17. 05. 2012
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Kölner FH-Institut auf internationalen Kongress in Indien vertreten
Am heutigen Donnerstag beginnt in der indischen Landeshauptstadt Neu Delhi der erste internationale Kongress zu Rettungsdienstleistungen. Der Titel der Veranstaltung, zu der mehr als 1000 Verantwortliche und Experten erwartet werden, lautet: „Jede Sekunde zählt“. Im Gegensatz zur Entwicklung der Verkehrstoten in den entwickelten Ländern der Nordhalbkugel, explodiert sie derzeit regelrecht in einigen Entwicklungsländern. Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der FH Köln wird ebenfalls in Indien vertreten sein und unterstützt das Rettungssystem auf dem indischen Subkontinent mit seiner Expertise.
IRG-Institutsleiter Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, zugleich Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Köln, und Prof. Dr.-Ing. Ompé Aime Mudimu von IRG als Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees des Kongresses werden unter anderem als Keynote Speaker auftreten. Auf der Fachveranstaltung geht es auch darum, wie ein flächendeckendes Rettungssystem in diesen Ländern etabliert werden kann. So ist auch in Indien eine solch professionelle und vor allem schnelle Hilfe nur in einigen Millionenstädten wirklich vorhanden. Alle vier Minuten stirbt in Indien ein Mensch bei einem Verkehrsunfall – pro Tag entspricht die Zahl der Verkehrstoten in Indien der Zahl der Passagiere eines voll besetzten Jumbo-Jets. „Es sollte selbstverständlich sein, dass ärztlicher Notfalldienst kein Privileg, sondern ein fundamentales Bürgerrecht ist“, fordert Dr. Shakti Gupta, Leiter des Department of Hospital Administration des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS) im Vorfeld des Kongresses.
„Common Ambulance Rule“ (CAR) lautet der Name eines Projekt, an dem das Kölner FH-Institut und die indischen Behörden, allen voran das dortige Gesundheitsministerium zusammenarbeiten. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Standards für den Ausbau und die Ausstattung von Rettungsfahrzeugen, der für möglichst große Gebiete Indiens geeignet ist. Die Projektpartner verfolgen dabei eine ganzheitliche Strategie, die auch medizinische, technische und kulturelle Fragen berücksichtigen will. Kölner Studierende, die im Rahmen ihres Studiums an einem Projekt-Workshop teilnehmen, sollen dabei unter anderem den Rettungsdienst der indischen Mega-City genauer unter die Lupe nehmen, hieß es dazu abschließend.

























