17. 05. 2012
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Kölner Forscher auf der Suche nach sauberem Treibstoff
"Faworâ€, so lautet die Erfindung des Kölner Professors Reinhard Strey vom Institut für Physikalische Chemie an der Universität zu Köln. Die Erfindung des Kölner Naturwissenschaftlers ist eine neue Treibstoffmischung für den Einsatz in herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Es ist eine Emulsion aus Dieselkraftstoff, Wasser und einem speziellen Tensid. Der daraus entstandene Treibstoff "HydroFuel" soll bei gleicher Leistungserzeugung deutlich umweltschonender sein, so der Wissenschaftler. Nun ist der Kölner Hochschullehrer mit einem Sonderpreis im Wettbewerb "Patente Erfinder" und einem Scheck in Höhe von 8000 Euro gewürdigt worden.
Mit dem Preisgeld will sich der Kölner Hochschullehrer um neue Funktionsmuster bemühen. Auch an den Bau eines Prototyps ist gedacht. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb von der ProVendis GmbH und dem Patentverbund der Hochschulen in NRW mit Unterstützung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW und der Initiative SIGNO Hochschulen. Der Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Helmut Dockter, nahm die Preisverleihung am heutigen Mittwoch in Solingen vor.
"Vom Grundsatz her betreiben wir Umweltschutz", erläuterte Strey den Kern seiner Erfindung. Dadurch dass Wasser in den Kraftstoff eingegeben wird, werden die Rußemissionen bis auf die Nachweisgrenze abgesenkt und die Stickoxidabgabe um dreißig bis fünfzig Prozent reduziert. Die Wasserzugabe ist eine einfache technische Maßnahme, die Emissionen zu minimieren, getreu dem Motto, "Müll, den man nicht erzeugt, braucht man nicht entsorgen". Bei der FAWOR-Technologie, der Hochdruckvariante von HydroFuel, werden bei einem Druck von 2000 Bar Wasser, Diesel und Tensid onboard im Kraftfahrzeug miteinander vermischt. Die Entwicklung der Technologie erfolgte zusammen mit dem Kollegen Professor Christof Simon von der FH Trier. Damit kann die Zusammensetzung der Hochdruck-Mikroemulsion der Belastung des Motors auf die Anforderungen angepasst werden. Innerhalb weniger Kurbelwellenumdrehungen wird der für den Motorbetriebszustand optimale Wassergehalt beigemischt. In Köln wird der neue Treibstoff in einem Testfahrzeug ausgiebig getestet.

























