Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





17. 05. 2012
Seite drucken

Kölner Forscher entdecken neue Planeten


15.06.2010 06:44 von:

Schlagwörter: Köln,Universität,Planeten,Entdeckung,CoRoT,Weltraumteleskop,ESA,Baikonur,Verläng

CoRoT-15b, so lautet die Bezeichnung eines weiteren neu entdeckten Himmelskörpers außerhalb unseres Sonnensystems. Er ist etwa 60 Mal so schwer wie der Jupiter und gehört zur Gruppe der "braunen Zwerge", einer Mischung aus Planet und Stern. Damit ist CoRoT-15b der größte von insgesamt sieben neuen Planeten, die im Rahmen der gleichnamigen Weltraummission neu entdeckt wurden. CoRoT steht als Akronym für Convection, Rotation und planetare Transits. Unter Federführung der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA sind neben deutschen Forschern auch die Staaten Österreich, Belgien, Spanien und Brasilien beteiligt. Ziel der Mission ist das Aufspüren neuer extrasolarer Planeten. Auch Kölner Forscher sind an dem Projekt maßgeblich beteiligt, wie die Kölner Universität am gestrigen Montag bekannt gab.

Neben dem "Schwergewicht" hat die Mission noch andere Planeten entdecken können. Der kleinste der neu entdeckten Planeten hat etwa 30 Prozent der Masse des Saturn und trägt die Bezeichnung CoRoT-10b. Als möglicher Standort extratrerrestrischen Lebens fällt dieser Himmelskörper jedoch aus. Wie die Wissenschaftler berechneten, hat dieser Planet eine etwa 13-tägige Umlaufbahn um seinen Fixstern. Die Temperaturen auf diesem Planeten, der in einer extremen Elipse um seine Sonne kreist, schwanken nach Berechnungen der Sternenforscher zwischen 250 und 600 Grad Celsius. Ein weiterer Planet – CoRoT-11b – umkreist einen Fixstern, der sich in nur 40 Stunden um die eigene Achse dreht. Zum Vergleich: Unsere Sonne hat eine Rotationszeit von 27 Tagen. Zur Liste der extrasolaren Planeten konnten die Wissenschaftler außerdem drei weitere Planeten hinzufügen. Alle drei erreichen in etwa die Masse des Jupiter.

Ermöglicht werden die Entdeckungen durch das gleichnamige Weltraumteleskop, das auf einem Satelliten installiert im Dezember 2006 vom ehemals russischen Weltraumbahnhof Baikonur ins Weltall gehoben wurde. Die Mission endet planmäßig Ende März 2013. Die Kosten für das Forschungsprojekt belaufen sich auf rund 170 Millionen Euro. Erst im vergangenen Herbst gelang es den Verantwortlichen, die Mission um weitere drei Jahre zu verlängern. Ursprünglich sollte das Forschungsprojekt im ersten Quartal dieses Jahres auslaufen. Deutschland beteiligt sich mit rund fünf Millionen Euro an dem Projekt. Von Kölner Seite beteiligt ist das Rheinische Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse