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17. 05. 2012
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Kölner Sporthochschule erhält Bundeszuschuss für Dopingforschung


19.10.2011 20:43 von:

Schlagwörter: Köln,Sporthochschule,DSHS,2011,BMBF,Bundesbildungsministerium,Forschungsfelder,E

Die Kölner Sporthochschule hat sich erfolgreich um so genannte Drittmittel beworben. Von den 220.000 Euro, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Erforschung sogenannten Gen-Dopings zur Verfügung stellt, fließen 170.000 Euro an die einzige Sporthochschule des Landes. Empfänger der Fördergelder ist die Abteilung Pädagogik an der DSHS, wie die Kölner Verantwortlichen am gestrigen Dienstag ausführten. Das Geld wird in das Projekt „Aktionsprogramm Gentechnologie im Leistungssport“ (AGIL) investiert. Das Projekt ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der Kölner Hochschule und der Stiftung Universität Hildesheim unter der dortigen Leitung von Prof. Stefanie Schardien. In Köln wird Prof. Swen Körner als neuer Leiter der Abteilung Pädagogik die Federführung innehaben, hieß es dazu weiter.

Für beide Kooperationspartner ist es bereits das zweite Projekt, das vom Bundesbildungsministerium finanziell unterstützt wird. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits den interdisziplinären Forschungsstand zum „Gen-technologischen Enhancement im Spitzensport" erhoben. „Gendoping ist ein Thema, das die Gesellschaft in den nächsten Jahren, vermutlich schon im Olympiajahr 2012, vermehrt beschäftigen wird, allerdings gegenwärtig weder international noch national durch eine Einrichtung des Bundes, der Länder oder der Sportorganisationen adäquat dargestellt wird. Fehlinformation und Unsicherheit sind die Folge“, erklärte Körner. Das nun mit Bundesmitteln geförderte Verbundprojekt soll vor allem die potenziellen Objekte eines Gendopings auf die Risiken hin sensibilisieren. Ziel ist dabei die frühzeitige und fundierte Reflexion bioethischer, sozialer und rechtlicher Fragen eines Einsatzes von Gentechnologien im Leistungssport zu ermöglichen und sie somit zu einer differenzierten Urteilsbildung zu qualifizieren.

Im Zentrum des Projekts steht eine internetbasierte Wissensplattform zum Thema. Bundesweite Workshops an Eliteschulen des Sports sowie ein Abschluss-Symposium mit nationalen und internationalen Vertretern aus Medien, Politik, Sport und Wissenschaft und Lehrer-Schüler-Tandems der teilnehmenden Schulen sind ebenfalls vorgesehen. Weitere Kooperationspartner des Projekts sind unter anderem der Deutsche Olympische Sportbund, mehrere Landessportbünde, das Bundesinstitut für Sportwissenschaft sowie der Deutschlandfunk (DLF), erklärten die Verantwortlichen abschließend.







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