17. 05. 2012
Seite drucken
Kölner Uni startet wirtschaftspolitischen Dialog mit Handelsblatt
An der Kölner Universität soll es zukünftig eine weitere hochkarätig besetzte und regelmäßig wiederkehrende Fachveranstaltung geben. Wie die zweitgrößte Hochschule des Landes Nordrhein-Westfalen am heutigen Montag bekannt gab, findet die Premiere des "Wirtschaftspolitischen Dialogs" am Mittwoch kommender Woche im Seminargebäude (Universitätsstraße 35, Gebäude 106) statt. Unter der Überschrift "Praxis trifft Wissenschaft" wollen die beteiligten Partner der renommierten Düsseldorfer Wirtschaftszeitung Handelsblatt und des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln künftig weitere wichtige Fachthemen aus den Blickwinkeln der Forscher und Praktiker vermitteln. Zugleich soll auch über die Veranstaltung hinaus der Austausch zwischen beiden Seiten gefördert werden, hieß es dazu weiter.
Die Premierenveranstaltung konzentriert sich dabei auf den Themenkomplex "Ausbau des deutschen und europäischen Stromnetzes für eine effiziente Klima- und Energiepolitik". Hintergrund ist die derzeitige Debatte um die zukünftigen Quellen der Strom- und Wärmeerzeugung. Nach Moratorium und der Verkündung des Atomausstiegs der amtierenden Bundesregierung findet sich Deutschland mitten in einer grundsätzlichen Neuausrichtung seiner Energiepolitik. De facto allerdings überwiegen bis heute die fossilen Energieträger, die aufgrund tendenziell zunehmender Verknappung (insbesondere bei Erdöl) für seit Jahren stark steigende Preise sorgen.
Die Experten aus beiden Bereich – Wissenschaft und Wirtschaft – wollen dabei die Konsequenzen dieser politischen Grundsatzentscheidung diskutieren. Bis zum Jahr 2022 sollen die noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke endgültig vom Netz genommen werden. Eine wesentliche Voraussetzung für eine Umstellung der deutschen Energieversorgung besteht in einem Ausbau des deutschen Stromnetzes. Laut einer Studie der Deutschen Energie-Agentur müssen bis zum Jahre 2020 Höchstspannungstrassen mit einer Länge von 3600 Kilometern gebaut werden. Neben der immer wiederkehrenden Kostenfrage soll auch über das derzeitige Planungsprozedere und die nach Stuttgart 21 wieder auflebende Protestkultur in die Debatte einbezogen werden. Aspekte der europäischen "Vernetzung" thematisiert. Derzeitige Mehrheitsmeinung der Experten ist die Forderung nach einem europäischen Verbundnetz. Auch darüber wird diskutiert werden.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, allerdings von ihrer Teilnehmerzahl aufgrund der Platzkapazitäten begrenzt, wie die Organisatoren betonten. Zu den Referenten bei der Premiere gehören unter anderem Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur und Prof. Dr. Felix Höffler, Direktor für Grundlagenforschung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln. Beide werden die Veranstaltung mit einem Impulsreferat eröffnen. Prof. Achim Wambach, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, und Olaf Storbeck, Ökonomie-Korrespondent des Handelsblatts, werden die anschließende offene Diskussionsrunde moderieren.
Anmeldungen nimmt das Institut für Wirtschaftspolitik an der Kölner Uni entgegen. Die Rufnummer lautet: 0221 / 470 – 5347, die Mailadresse:

























