17. 05. 2012
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Landesregierung bereitet Hochschulen auf doppelten Abiturjahrgang vor
Die nordrhein-westfälische Landesregierung bereis sich auf den doppelten Abiturjahrgang und den damit erzeugten "Run†auf die Hochschulen des Landes vor. Am vergangenen Freitag meldete das Statistische Landesamt eine deutliche Zunahme der Beschäftigtenzahl an den Hochschulen und Universitäten des Landes. Dabei stieg die Zahl der Bediensteten um mehr als sechs Prozent an. Allerdings dürfte das alleine kaum ausreichen, den erwarteten Ansturm auf die Akademikerschmieden im bevölkerungsreichsten Bundesland managen können. Das weiß auch die rot-grüne Landesregierung und will daher in den kommenden Jahren weitere zehn Milliarden Euro investieren, wie die zuständige Landeswissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) zum Wochenende erläuterte.
"In den kommenden Jahren erwartet unser Bundesland so viele junge Menschen an den Hochschulen wie noch nie. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass unsere Hochschulen bereits im letzten Jahr ihr Personal weiter ausgebaut haben", kommentierte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die vom Statistisches Landesamt veröffentlichten Daten zur Personalentwicklung an den Hochschulen am vergangenen Freitag. Neben der Personalfrage spielt auch die der Räumlichkeiten eine wichtige Rolle. Nicht nur in Köln wurde und wird deshalb fleißig Beton gegossen, Baumaschinen bewegt und Einrichtungen geordert. Neben Unterrichtskapazitäten sollen auch Mensen, Wohnheime sowie eine bessere Ausstattung der Bibliotheken und Labore geschaffen werden, versprach die SPD-Politikerin.
Ziel: Bessere Frauenförderung
Ein weiteres Ziel ist die Erhöhung des Frauenanteils an der Gesamtheit der Professoren. Zwischen 2005 und 2010 ist dieser Anteil zwar von 14,1 auf 19,5 Prozent angestiegen, aber das reiche nicht aus. "Bei dem gegenwärtigen Tempo braucht es ein weiteres halbes Jahrhundert, um zu einem ausgewogenen Verhältnis zu kommen. Das ist eine Verschwendung von Chancen und Talenten. Hier muss in den nächsten Jahren noch deutlich mehr passieren", forderte die Wissenschaftsministerin Schulze. Die Landesregierung hat sich selbst darauf verpflichtet, dass zukünftig 40 Prozent Frauen in Führungspositionen und Gremien vertreten sein sollen. "Hier sollten die Hochschulen ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen", so die SPD-Politikerin abschließend.

























