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17. 05. 2012
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Landesregierung verschätzt sich bei Studienanfängern


14.10.2011 18:26 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Hochschule,Semesterbeginn,Statistik,Köln,Universität,Fachhochschule,Fin

Am heutigen Donnerstag hat die nordrhein-westfälische Landesregierung einräumen müssen, dass die Zahl der Studierenden zum beginnenden Wintersemester um stolze 18 Prozent oder knapp 18.000 zusätzliche Studierende angestiegen ist. Insgesamt registrierten die Hochschulen des Landes rund 115.000 Studierende. „Damit liegen die vorgelegten Zahlen der Hochschulen deutlich über den Schätzungen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK)“, räumte die zuständige Landeswissenschaftsministerin in einer Pressekonferenz in Düsseldorf ein. Die ursprünglichen Schätzungen lagen bei etwas weniger als 100.000 neuen Studierenden. Die SPD-Politikerin betonte, dass die Hochschulen gut auf den Ansturm vorbereitet seien. „Wir haben rechtzeitig gemeinsam mit den Hochschulen ein effektives Monitoring-Verfahren entwickelt, um die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Hochschulpakt intensiv zu begleiten und den Ausbau der Kapazitäten in einzelnen Fachrichtungen sinnvoll zu steuern“, so Schulze weiter.

Auch in Köln stieg die Zahl der neuen Studierenden mit 6100 deutlich an. Die Universität selbst spricht von 6500 neuen Studierenden, die dieser Tage erstmals Vorlesungen und Seminare besuchen. Entsprechend der offiziellen Landesstatistik und gegenüber dem Vorjahres-Semester stieg damit die Zahl der Studienanfänger sogar um fast ein Drittel (+ 32,6 Prozent) an. Allerdings war die Zahl der Studienanfänger in den vergangenen beiden Wintersemester gegen den damaligen Trend und gegenüber den Vorjahren leicht zurückgegangen. Den bis dato höchsten Wert an Studienanfängern hielt das Wintersemester 2005/2006 mit 5.027 Studienbeginnern. In der Kategorie öffentliche Hochschulen lagen nur die Unis Paderborn und Wuppertal mit einem Anstieg von fast 40 Prozent noch etwas über dem Kölner Niveau. Deutlich zurück ging es hingegen bei der Fernuni in Hagen. Die nach reinen Zahlen größte Hochschule des Landes registrierte einen regelrechten Einbruch bei den Studienanfängern. Nach 5945 im letztjährigen Wintersemester waren es in diesem nur noch 4740, allerdings stieg dank des zweiten großen Starttermins im Frühjahr weiter an. Auch an der Kölner Sporthochschule (DSHS) gab es einen Rückgang, der fiel aber mit 3,7 Prozent (von 629 auf 606) deutlich moderater aus.

Auch an den FH stiegen die Zahl der Erstsemestler

Mit 4100 Studienanfängern verzeichnet auch die größte Fachhochschule des Landes, die FH Köln, einen deutlichen Anstieg von 18 Prozent. Das ist zwar nach absoluten Zahlen die größte Zahl, die höchsten Wachstumsraten gab es aber woanders. Die FH Ruhr-West und die Fachhochschule Hamm-Lippstadt explodierten regelrecht und erzielten Zuwachsraten von jeweils weit über 100 Prozent. Allerdings sind beide Hochschulen noch relativ jung. Beide stehen erst seit dem Wintersemester 2009/2010 in dem Ranking der NRW-Hochschulen. Einzig bei der FH für Gesundheitsberufe in Bochum gab es ein Minuszeichen. Nach 153 Studienanfängern waren es in diesem Semester nur 130, ein Rückgang von 15 Prozent.

Forderung an Bundesregierung

Mit Blick auf den eigentlich erst bevorstehenden doppelten Abiturjahrgang nahm die zuständige Landesministerin die heute vorgestellten Zahlen zum Anlass, Forderungen in Richtung Bundesregierung zu erheben. Im Visier hat sie dabei insbesondere die derzeit noch bestehende Deckelung des Hochschulpaktes II. Das müsse aufgehoben werden. Auch bei der finanziellen Unterstützung der Bundesebene müsse man nachlegen, so Schulze mit Blick in Richtung Berlin. Dabei müssen insbesondere die Kapazitäten für die Master-Studiengänge angehoben werden. Nur so könnten noch mehr Studienplätze geschaffen und damit der möglicherweise noch drohende nächste Schwung an Studienanfängern aufgefangen werden. „Die Herausforderungen im Hochschulbereich sind nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern zu meistern“, so der abschließende Appell der Ministerin.







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