17. 05. 2012
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Neuer DLR-Vorstand tritt sein Amt an
Der neue DLR-Vorstand für den Geschäftsbereich Raumfahrtmanagement, Dr. Gerd Gruppe, hat am heutigen Freitag seinen Dienst an seiner neuen Wirkungsstätte in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn angetreten. Bereits im November vergangenen Jahres war Gruppe vom Aufsichtsgremium als neuer DLR-Vorstand berufen worden. Gruppe besetzt dabei ein Amt, dass zuvor rund 18 Monate lang vakant war. Die Berufung erfolgte einstimmig. Zum Vorstandsbereich Raumfahrtmanagement gehört das Management nationaler Raumfahrtvorhaben ebenso wie bilaterale Kooperationen und Beiträge zur Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie der Europäischen Organisation zur Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT). Das Gesamtbudget für diesen Bereich beträgt rund 900 Millionen Euro im Jahr.
Gruppe war zuvor 20 Jahre lang in Diensten der Bayerischen Landesregierung. Seine neue Tätigkeit sieht der Raumfahrtexperte an der "Schnittstelle zwischen Politik, Technik und Forschungsförderung. "Ich setze mich dafür ein, dass Raumfahrt auch zum Nutzen der Bürger und der kleinen und mittelständischen Betriebe in Deutschland geschieht", erklärte der DLR-Vorstand. Dafür gibt es mit dem europäischen Navigationssystem Galileo oder dem EU-Projekt GMES bereits positive Beispiele, wie sich die Investitionen in die Weltraumforschung auch für die Bürger bezahlt oder nützlich machen können. Außerdem bieten die europäischen Großvorhaben Unternehmen eine Vielzahl von Chancen zur Entwicklung innovativer Geräte und Dienstleistungen. Den Prozess der Vernetzung mit der Industrie - durch Ansiedelung im Umfeld eigener Forschungsstandorte oder durch Ausgründungen - müsse das DLR aktiv gestalten, so Gruppe weiter.
Der 58-Jährige absolvierte zunächst ein Bergbaustudium an der RWTH Aachen, später promovierte er zum Thema "Energie-Marketing". Anschließend wechselte er in das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Hier war er zunächst für Forschungsförderung und Technologietransfer zuständig und kam auf diese Weise zum ersten Mal beruflich mit der Raumfahrt in Kontakt: Ende der 1980er-Jahre war er am Aufbau des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (German Space Operations Center, GSOC) am DLR-Standort Oberpfaffenhofen beteiligt. Später förderte er als Leiter der Abteilung Forschung, Innovation und Technologie im selben Ministerium maßgeblich den weiteren Ausbau des Raumfahrtstandortes Bayern, insbesondere durch seinen Einsatz für das europäische Galileo-Kontrollzentrum und des weltweit anerkannten Robotik und Mechatronik Zentrums (RMC), beide am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen beheimatet.

























