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17. 05. 2012
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NRW hat zu wenig Studierende


05.10.2010 11:09 von:

Schlagwörter: NRW,Landesministerium,Hochschule,Studierende,Wintersemester,2010,2011,Anmeldezah

Zunächst die gute Nachricht aus Sicht der Bildungsverantwortlichen. Die Zahl der Studierenden in Nordrhein-Westfalen wird in diesem Wintersemester deutlich zunehmen. Das bestätigte am heutigen Dienstag die nordrhein-westfälische Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze (SPD). Nach derzeitigem Kenntnisstand werden insgesamt 84.400 Studienanfänger erwartet. Der größte Teil der neuen angehenden Nachwuchsakademiker (73.400) wird dabei ein Studium an einer öffentlich-rechtlichen Hochschule aufnehmen. Landesweit sind das 6800 Studierende mehr als noch vor einem Jahr, wie die Ministerin betonte. Als Datenbasis dienten dabei sowohl die Anmeldezahlen der Hochschule, aber auch eigene Hochrechnungen, basierend auf den Erfahrungen aus den Vorjahren, wie das Ministerium hervorhob.

"Die aktuellen zahlen für das Wintersemester zeigen, die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind für Studieninteressierte attraktiv", kommentierte die Ministerin die erste Hochschulbilanz ihrer Amtszeit. Allerdings gebe es keinen Grund, sich auf diesen Zahlen auszuruhen. Insbesondere in Sachen Chancengleichheit will die neue Landesregierung investieren. Jeder müsse unabhängig von seiner sozialen Herkunft und den finanziellen Möglichkeiten die Chance haben, ein Studium zu ergreifen, betonte Schulze. Das gelte vor allem für die Studienfinanzierung, aber auch für das Übergangsmanagement von Schule zu Hochschule. Bundesweit liegt NRW in der Tat zurück. Während in der gesamten Bundesrepublik 36 Prozent aller jungen Menschen mit dem Schulabschluss Hochschulreife ein Studium aufnehmen, sind es in NRW gerade einmal 30 Prozent. Vor allem unter den für ein FH-Studium Berechtigten ist das Interesse am Studium gering. Hier ist sogar nur jeder Vierte mit entsprechender Zulassung auch tatsächlich zum Studieren an eine Hochschule gegangen.

Die Debatte gewinnt auch vor der derzeitigen Diskussion um Integration an Bedeutung. Schulze und die Mitstreiter ihrer Landesregierung wollen auch hier die Quoten und damit die absoluten Zahlen erhöhen. "Wir können nicht länger auf kluge Migranten, engagierte Frauen und interessierte Studierende verzichten, die den Schritt zur Hochschule scheuen, weil unnötige Hürden sie abschrecken", so Schulze weiter. Zumindest in Sachen Studiengebühren hat die neue Landesregierung inzwischen gegen gesteuert. Die sollen mit Beginn des nächsten Wintersemesters 2011/2012 abgeschafft werden.







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