17. 05. 2012
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NRW: Hochschulen steigern Studierendenzahlen – Kölner Uni stagniert
In ihrer aktuellen Hochschulstatistik hat das Statistische Landesamt IT.NRW an den Hochschulen des Landes eine gestiegene Anzahl von Studierenden ausgewiesen. Landesweit stieg die Zahl der angehenden Akademikerinnen und Akademiker im Wintersemester 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Landesweit waren 528.700 Studierende eingeschrieben, 5,3 Prozent oder 26.400 mehr als ein Jahr zuvor. Damit war zugleich auch der alte Höchststand aus dem Jahr 2003/04 wieder erreicht. Damals verzeichneten die Hochschulen die Zahl von 521.600 Studierenden. Mit 84.400 Studienanfängerinnen und –anfängern wurde im zurückliegenden Studiensemester ebenfalls ein neuer Rekord erzielt. Im Ranking der größten Universitäten hat sich an der Spitze nichts verändert. Größte Hochschule des Landes bleibt demnach die Fernuni Hagen, die ihre Studierendenzahl gleich um mehr als 10.000 Studierende steigern konnte. Auf den weiteren Plätzen folgen die Universitäten in Köln, Münster, Duisburg-Essen, Bochum und Aachen. Alle zählen mit jeweils deutlich über 30.000 Studierenden zu den so genannten "Massenunis". Größte Fachhochschule des Landes bleibt unverändert Köln vor der privaten Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen und der FH Niederrhein. Die drei sind die einzigen Fachhochschulen, die mehr als 10.000 Studierende ausweisen.
Köln – Uni stagniert, FH beliebt
Köln ist in den verschiedenen Rankings gleich mit zahlreichen Hochschulen vertreten. Größte Bildungseinrichtung bleibt mit weitem Abstand die Universität zu Köln. Allerdings stagnierte der geforderte Ausbau des Studienplatzangebots, denn die Kölner Uni verzeichnete als eine der wenige nur einen minimalen Anstieg der Studierendenzahlen (von 40.834 auf 40.863). Ähnliches gilt für die Zahl der Studienanfänger, hier entwickelte sich Köln mit 4599 nach 4772 sogar rückläufig. Das sah an manch anderer Hochschule ganz anders aus. Allerdings gab es auch gegenläufige Tendenzen. So sank beispielsweise die Zahl der Studierenden an der Technischen Hochschule in Aachen oder der Friedrich-Wilhelm-Universität in Köln. Absoluter Highflyer unter den Unis war jedoch die Fernuni Hagen. Hier gab es einen Zuwachs von mehr als 20 Prozent.
Ein umgekehrtes Bild aus Kölner Sicht ergab sich im Ranking der größten Fachhochschulen. Hier stand die Kölner Einrichtung mit ihren beiden Außenstellen in Leverkusen und Gummersbach zwar schon im vergangenen Jahr an der Spitze. Mit 16.880 erhöhte sich die Zahl der Studierenden um mehr als 1000. Allerdings wird der Abstand zur Nummer 2, der privaten Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen, im vergangenen Wintersemester nochmals geringer. Mit 16.234 Studierende rückt die private Bildungseinrichtung immer näher an die Kölner FH heran. Die drittplatzierte FH Niederrhein liegt mit kaum veränderten 10.791 auf Rang drei vor der FH in Münster (9592) und der FH Aachen mit 9241. Auffällig ist der deutliche Rückgang der Studierendenzahlen der EUFH in Brühl bei Köln. Hier reduzierte sich die Zahl der eingeschriebenen Studierenden von 1762 auf 1041. Das allerdings erklärt sich durch die organisatorische Abspaltung der Cologne Business School, die nunmehr als eigene Hochschule und damit erstmals auch in dem Ranking des Landesamtes auftaucht. Die EUFH selbst weise steigende Studierendenzahlen aus, wie eine Sprecherin der Hochschule bestätigte. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung mit Sitz in Köln kommt auf 6152 Studierende (+ 6,8 Prozent), gefolgt von der Deutschen Sporthochschule DSHS mit 4633 eingeschriebenen Studierenden.

























