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17. 05. 2012
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NRW: Landesregierung will "Rückkehrerprogramm" fortsetzen


04.01.2011 20:42 von:

Schlagwörter: NRW,Landesregierung,2010,Rückkehrerprogramm,Nominierte,Forschung,Medizin,Köln,Bo

Auch die neue Landesregierung will den Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen stärken. Wie das zuständige Landesministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung bekannt gab, soll das Rückkehrerprogramm mit Verve fortgesetzt werden. "Es ist wichtig, dass Nordrhein-Westfalen in Zukunftsfeldern attraktiver wird", erklärte die SPD-Ministerin Svenja Schulze. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie und Chemie, daneben aber auch Ingenieurwissenschaften und Medizin. Die Entscheidung, wer von dem Landesprogramm profitieren soll, trifft eine Fachjury nach einem so genannten "Auswahlsymposium". "Es ist wichtig, dass Nordrhein-Westfalen für junge Spitzenforscherinnen und -forscher in Zukunftsfeldern attraktiver wird", so die SPD-Politikerin in einer heutigen Stellungnahme.

Aus den 45 vorliegenden Bewerbungen wählten die Juroren einen Beitrag aus dem Bereich der Medizinforschung aus. Thema dieser Förderrunde war die Erforschung innovativer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, die einen Beitrag zur modernen Medizin leisten. Für jeden der vier erfolgreichen Nachwuchswissenschaftler stellt das Ministerium ab dem Sommersemester 2011 bis zu 1,25 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Die Nominierten können damit eigene Forschungsgruppen an einer Universität ihrer Wahl aufbauen. Sie erwartet ein attraktives Forschungsumfeld mit Unikliniken und einer forschungsaktiven Unternehmenslandschaft in Life Sciences und in Medizintechnik, verspricht auch die neue Landesregierung. Ausgewählt wurden der Mediziner Mario Fabri (32), der Chemiker Simon Ebbinghaus (30), der Strömungsmechaniker Sebastian Krittian (30) sowie die Biologin Katrin Paeschke (31). Drei der vier Nominierten arbeiteten zuvor an US-Hochschulen, einer kommt von der renommierten Oxford University.

Allerdings befinden sich zwei der vier Geförderten noch in der Findungsphase. Konkrete Vorhaben haben hingegen Fabri, der mit seinen Forschungen im Bereich des menschlichen Immunsystems nach neuen Behandlungsmethoden für entzündliche Erkrankungen sucht. Er wird sich mit seinem Vorhaben an der zweitgrößten Universität in Köln niederlassen. Für den Chemiker Ebbinghaus wird die Ruhr-Universität in Bochum für die kommenden fünf Jahre der Ort seiner Forschungen werden. Mithilfe von "Verfilmungen" von Proteinfehlfaltungen in Zellen soll ein wichtiger Beitrag für das mechanische Verständnis altersbedingter neurogenerativer Erkrankungen erarbeitet werden. Zwar haben sich die anderen beiden Nominierten noch nicht endgültig entschieden, an welcher NRW-Uni sie zukünftig ihre Forschungen fortsetzen wollen. Aber der Gegenstand ihrer Forschung steht schon jetzt fest. So wird die Biologin Paeschke im Rahmen des fünfjährigen Förderprogramms mit der Analyse von Komponenten für die Aufrechterhaltung der Stabilität des Genoms beschäftigen. Ziel ist die Suche nach neuen alternativen Therapien zur Behandlung verschiedener Krankheiten, die auf einen Verlust der Genomstabilität zurückgehen. Und Krittian wird weiter den Einfluss der Strömungsverhältnisse im Herz-Kreislaufsystem auf Herzfunktion und –leistung untersuchen.

Weitere Informationen zum Programm der Landesregierung finden sie auch im Internet unter: www.rueckkehrerprogramm.nrw.de.







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