17. 05. 2012
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NRW: Ohne Abitur an die Uni
Immer mehr Studierende an den Hochschulen des Landes haben eigentlich nicht die schulischen Voraussetzungen. Trotzdem steht den zumeist berufstätigen Fachkräften der Weg in die Hörsäle und Seminare der Hochschulen offen. Mit 3691 ist die Zahl der Studierenden ohne Abitur im zurückliegenden Wintersemester im Vergleich zu den Vorjahren regelrecht explodiert. Ein Jahr zuvor waren es gerade mal 961, damit vervierfachte sich die Zahl dieser neuen Zielgruppe. Völlig ohne Qualifikation kommen die Nicht-Abiturienten allerdings nicht an die Hochschulen. Die alle haben sich berufliche Qualifikationen erworben und krönen ihre berufliche Laufbahn mit einem Studium an Uni oder Fachhochschule.
Mit dem sprunghaften Anstieg erhöhte sich auch der Anteil dieser Berufspraktiker an den Hochschulen des Landes, sie machen jetzt 4,4 Prozent an der gesamten Studentenschar aus. Die deutliche Ausweitung der Studierenden unter den Berufspraktikern ist gewollt und angesichts des demografischen Wandels wohl auch notwendig. Der sprunghafte Anstieg zum vergangenen Wintersemester hat jedoch auch einen anderen Grund. 2010 trat die neue Berufsbildungshochschulzugangsordnung in Kraft. Damit vergrößerte sich der Personenkreis, die trotz fehlender schulischer Qualifikation einen akademischen Abschluss anstreben. In den Vorjahren lagen die Zahlen in einer Spanne von 300 bis 500 Studierenden ohne Abitur, so die Landesstatistiker abschließend.
Weitere Informationen dazu finden sie auch als Publikation zum kostenlosen Download unter: www.it.nrw.de.

























