17. 05. 2012
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RoboCup 2011: Weltmeister kommen aus dem Rheinland
Gleich zwei Mal standen Bonner Teams am vergangenen Sonntag bei den diesjährigen Weltmeisterschaften der Roboter ganz oben auf dem Treppchen. Wie das städtische Presseamt der Stadt am heutigen Mittwochvormittag stolz verkündete errang das Bonner Team "NimbRo" die Weltmeister-Titel in der TeenSize-Klasse der Humanoid-Liga in der @Home-Liga der Service-Roboter, jeweils mit klarem Vorsprung. Damit geht im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft zumindest ein WM-Titel nach Deutschland. Die Roboter Dynaped und Bodo des Bonner Teams NimbRo trafen am Sonntag im Finale des RoboCup 2011 in Istanbul auf das Team KMUTT aus Thailand. Die deutschen Humanoid-Roboter waren dabei ihren Gegnern klar überlegen und siegten am Ende hochverdient mit 10:0. Schon zur Pause schafften die Roboter ihrer Bonner Erfindet einen Sechs-Tore-Vorsprung.
Auch in der Kategorie der Haushaltsroboter in der so genannten "@Home-Liga" gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Roboter Dynamaid und Cosero gingen schon beim ersten Test in Führung. NimbRo punktete in fast allen Tests der Vor- und Zwischenrunde und ging so mit einem komfortablen Vorsprung ins Finale. Dort stellte Cosero unter Beweis, dass er sogar einen Tisch mit einem Menschen tragen kann. Der Benutzer gab dabei die Richtung vor und führte den Roboter intuitiv durch Drücken und Ziehen am anderen Ende des Tisches. Dass er ein prima Helfer im Haushalt sein kann zeigte Cosero, indem er ein Omelett in einer Pfanne zubereitete. Dynamaid holte ein Getränk aus dem Kühlschrank. Dies überzeugte die internationale Experten-Jury. NimbRo gewann mit Abstand vor dem chinesischen Team WrightEagle. Hier traten insgesamt 19 Teams aus 14 Ländern gegeneinander an.
"Besonders freut mich der erstmalige Gewinn der @Home-Liga", erklärte Professor Dr. Sven Behnke von der Universität Bonn. Die von ihm geleitete Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik VI hatte die menschenähnlichen Fußballroboter und Serviceroboter im Vorfeld des Wettkampfes entwickelt. Die Forschung dient aber nicht nur schnöden WM-Titeln. Vielmehr ist es das erklärte Ziel der Verantwortlichen, Robotertechnik zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Mithilfe der Entwicklung in dieser technischen Disziplin soll unter anderem älteren und hilfebedürftigen Menschen ein längeres Leben in Eigenständigkeit und Selbstbestimmung ermöglicht werden. Beim diesjährigen Robocup 2011 in Istanbul machten mehr als 400 Teams mit rund 2800 Einzelpersonen mit. Nach den eigentlichen Wettkämpfen tauschten sich die Tüftler und Forscher in einem wissenschaftlichen Symposium über die jüngsten Entwicklungen in der Robotertechnik aus, hieß es dazu abschließend.
Weitere Informationen zum Bonner Tüftlerteam finden sie auch im Internet unter: www.nimbro.net.

























