17. 05. 2012
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Uni-Info-Tag 2010: Nachfrage wächst
Die zentrale Studienberatung der Universität zu Köln organisiert seit mehr als drei Jahrzehnten einen Schulinformationstag für Schülerinnen und Schüler. Erstmals wurde die Veranstaltung am heutigen Samstag auf einen Tag am Wochenende verlegt. Das war wohl eine gute Entscheidung, wie die Organisatoren kurz vor dem Ende der Informationsveranstaltung ausführten. Geschätzte 1500 Nachwuchsakademikerinnen und –akademiker kamen in die verschiedenen Einrichtungen der Kölner Hochschule. Hörsaalgebäude, Philosophikum und fünf weitere Institute öffneten an diesem Tag ihre Pforten, um den Jugendlichen Beispiele aus der universitären Lehre näher zu bringen. Die Verlegung auf einen Samstag lag wohl an der Einstellung der Schulen, die aufgrund der Umstellung ihrer Lehrpläne wegen der verkürzten Abiturzeit zunehmend unzufrieden mit dem Wochentermin waren. Der Veranstaltung hat die Verlegung in das Wochenende keineswegs geschadet, das Interesse an der Kölner Hochschule scheint im Gegenteil sogar gewachsen zu sein, wie Peter Piolot von der zentralen Studienberatung meint.
"Wir sind mit der Resonanz und der Qualität der Beratungsgespräche hoch zufrieden", erklärte die Leiterin der Zentralen Studienberatung, Walburga Wolters. Auch die Universität hat in den vergangenen Jahren maßgeblich an der Qualität der Veranstaltung gearbeitet. Wurden früher ausschließlich trockene Informationen zu den einzelnen Studiengängen vom Podium der Hörsäle aus vorgestellt, so wird auch die Informationsveranstaltung deutlich handlungsorientierter. Schließlich sollen die zukünftigen Studierenden wissen, worauf sie sich mit einem Bachelor- oder Masterstudium an der zweitgrößten Hochschule des Landes NRW einlassen. "Passgenaue Vermittlung" haben sich die Verantwortlichen vorgenommen. Und neben den zentralen Einrichtungen der Universität waren auch zahlreichen Fachschaften mit Informationsständen vor Ort. Sogar das Cafe im Philosophikum hatte an diesem Tag geöffnet und vermittelte den Studierenden sogar einen kulinarischen Eindruck ihrer späteren Studienzeit. Ebenfalls neu war, dass "auffällig viele Eltern" ihren Nachwuchs beim ersten Anschnuppern begleiteten, so Wolters weiter. Neben spezialisierten Veranstaltungen der sechs Fakultäten an der Uni gab es auch fakultätsübergreifende Veranstaltungen. Um beispielsweise die Arbeit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu verdeutlichen, wählten die Organisatoren ein ganz besonderes Thema aus. Dr. Sascha Albers erklärte Betriebswirtschaftslehre am Beispiel der verschiedenen "Unternehmensstrategien im Kölner Biermarkt". So etwas nennt man dann wohl "Kölsch-BWL", bei den angehenden Studierenden kam es jedenfalls gut an.

























