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21. 05. 2012
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Universität zu Köln: Erdbebenforschung transnational vernetzt


15.02.2011 23:20 von:

Schlagwörter: Köln,Erdbeben,Station,Universität,2011,Februar,Valentinstag,Teilnehmer,Netzwerk,

Ein flächendeckendes Netz aus Messstationen für tektonische Erdbeben, das ist das Ziel der Bebenforscher der Universität Köln. Die in Bensberg ansässige Erdbebenstation hat damit auch erstmals auch Hinweise von Messstationen aus der Bevölkerung aufgenommen. Das neue System, dass maßgeblich über eine Internetplattform angebahnt und gemanagt wird, hatte sich dabei nach Meinung der Verantwortlichen bewährt. Das Beben selbst ereignete sich um 13:43 Uhr und 13 Sekunden. 148 Sekunden später löste das neue Alarmsystem der Kölner Erdbeben-Außenstelle bereits einen Voralarm aus. Und keine zwei Minuten später ging die erste "makroseismische Meldung" des dezentralen Messenetzes ein. Eingehende Meldungen werden dann von der Erdbebenstation automatisch weiterverarbeitet und auf einer geologischen Karte einsortiert. Diese Messkarte wird laufend aktualisiert und auch das scheint bei der gestrigen Premiere funktioniert zu haben, wie die Verantwortlichen andeuteten.

"Das grenzübergreifendes Erdbebenalarmsystem hat seine Bewährungsprobe bestanden", so das übereinstimmende Fazit der beteiligten Wissenschaftler und Verantwortlichen. Die Bewährungsprobe lässt sich zudem am "traffic" auf der zentralen Online-Plattform messen. Alleine in der Stunde nach dem Beben registrierte der Seitenbetreiber mehr als 400.000 Seitenzugriffe. Das enorme Aufkommen sorgte zwischenzeitlich sogar dafür, dass der Server der Uni in die Knie ging und deutlich langsamer reagierte, wie die Verantwortlichen einräumen mussten. Für den weiteren Ausbau des Netzes erwies sich der gestrige Valentinstag als "Glücksfall". 1033 Fragebögen wurden auf der Internetseite ausgefüllt und nehmen nun fortan am Meldenetzwerk teil, wie die Kölner Hochschule meldete.

Das Beben selbst verlief ohne sichtbare Schäden, allerdings waren die Erschütterungen noch in einer Entfernung von mehr als 200 Kilometern zu spüren. Im Mittelrheingebiet meldeten die Netzwerkteilnehmer zudem einige Nachbeben. Mit dem neuen vernetzten Alarmsystem sollen zukünftig im Fall stärkerer Erdbeben schneller und zielsicherer Hinweise an die Bevölkerung geben. 40 Messstationen betreibt die Universität selbst und dokumentiert damit die genauen Werte der Amplituden der Erschütterungen. Eine Station stand nur 13 Kilometer vom Epizentrum entfernt, hieß es dazu abschließend.

Weitere Informationen zur Erdbebenstation Bensberg finden sie im Internet unter: www.seismo.uni-koeln.de.







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