Hoher Besuch im Kölner Rathaus
13-03-2010 17:00:00
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| Prof. Munoz nach dem Eintrag ins Gästebuch der Stadt. Rechts: Franz Philippi, links neben ihm: Herbert Hüppe. Bild: Köln Nachrichten :: ClickBild=Vollbild |
In der Tat hinkt das deutsche Schulsystem der internationalen Entwicklung ein Stück weit hinterher. Gerade in den Ländern mit den besten Noten in der internationalen Vergleichsstudie PISA gehört der Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen längst zur Regel. Munoz selbst stärkte den Befürwortern der Ausweitung des Gemeinsamen Unterrichts (GU) in seiner Ansprache den Rücken. „Ich habe große Freude, wenn ich mit Menschen zusammentreffe, die sich für Inklusion einsetzen. Sie haben in mir einen Freund“, so der hohe Gast der UN. Für den Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Herbert Hüppe (CDU) liegt der Fehler in der Selektion. „Das ist ein Riesenproblem; ökonomisch und menschlich nicht vertretbar“, wird der Bundespolitiker gegenüber Köln Nachrichten deutlich. Dabei geht es Hüppe nicht darum, die Sonderpädagogik abzuschaffen, sondern im Sinne der Inklusion Menschen zusammenzuführen. Die Zahlen sprechen ohnehin ein klare Sprache. In den so genannten „GB-Schulen“ (Geistig-Behinderten-Schulen) hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler trotz gegenläufiger Prognosen seit 1996 um sage und schreibe 40 Prozent erhöht. „Hier werden Kinder ausselektiert“, kritisiert der CDU-Mann, der dafür auch in seiner eigenen Partei nicht immer Zuspruch findet. Dabei lernen Kinder im Gemeinsamen Unterricht ein Stück Normalität im Umgang mit Gleichaltrigen, eine wichtige Erfahrung für das weitere Leben, wie der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung abschließend findet.
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