21. 05. 2012
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Abitur in NRW: Jungen holen bei Abiturerfolg auf
Die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen bei den Abschlussprüfungen für die allgemeine Hochschulreife, kurz Abitur, haben sich zwischen den Jahren 2004 und 2009 angeglichen. Das berichtete am gestrigen Dienstag das Statistische Landesamt IT.NRW unter Verweise auf eine aktuelle Publikation. Wie die Landesstatistiker ermittelten, ging der Anteil der nicht erfolgreich bestandenen Abiturprüfungen an Gymnasien zwischen 2004 und 2009 von 4,2 Prozent auf 2,1 Prozent und damit genau um die Hälfte zurück. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf das verbesserte Abschneiden von Jungen zurückzuführen, so die Erkenntnis der Landesstatistiker. Während die Nichterfolgsquote bei Jungen seit 2004 um 2,6 Prozentpunkte gesunken ist, verzeichneten Mädchen im gleichen Zeitraum einen Rückgang um immerhin 1,5 Prozentpunkte. 2009 lag der Anteil der nicht bestandenen Abiturprüfungen an Gymnasien bei Jungen mit 2,4 Prozent zwar immer noch über dem der Mädchen (1,9 Prozent), seit 2004 hat sich aber der Abstand zwischen den Geschlechtern von 1,6 Prozentpunkte auf gerade mal einen halben Prozentpunkt verringert.
Deutlich höher liegt die Quote der erfolglosen Abiturprüfungen bei den Gesamtschulen. Hier lag die so genannte "Nichterfolgsquote" bei 7,3 Prozent. Aus Sicht der Statistiker bemerkenswert ist dabei, dass sich an Gesamtschulen die Unterschiede bei den Nichterfolgsquoten von Mädchen und Jungen im Zeitverlauf umgekehrt haben: Während der Abstand im Jahr 2007 noch mit 2,3 Prozentpunkten zugunsten der Mädchen ausfiel, lag er im Jahr 2009 mit 0,1 Prozentpunkten zugunsten der Jungen. Auch fünf Jahre zuvor waren Mädchen noch deutlich erfolgreicher. Während damals lediglich 7,3 Prozent der weiblichen Absolventen die Abi-Prüfung nicht schafften, waren es bei den Jungen sogar 9,3 Prozent. Im Jahr 2009 lag die Verteilung der Nicht-Erfolgreichen bei 7,4 Prozent unter den Mädchen und 7,3 Prozent unter den Jungen, hieß es dazu weiter.
Weitere Ergebnisse der Zeitreihen-Studie, differenziert nach Geschlecht und Herkunft finden sie ab sofort auf den Internetseiten des Statistischen Landesamtes in Form eines kostenlosen Pdf-Dokuments unter: www.it.nrw.de.

























