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21. 05. 2012
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Anna-Freud-Schule gehört zu den 20 Besten in Deutschland


24.01.2012 19:00 von:(rk)

Schlagwörter: Schulpreis,Wettbewerb,Anna-Freud-Schule,Förderschule,Inklusion,GU

Die Anna-Freud-Schule am Alten Militärring. Von außen sieht man der Förderschule die hohe Qualität der pädagogischen nicht zwangsläufig an. Bild: Köln Nachrichten

Die Anna-Freud-Schule am Alten Militärring in Köln-Müngersdorf ist ihrer Zeit schon etwas länger voraus. Während an vielen anderen Schulen eine Diskussion um den richtigen pädagogischen Weg noch mitten im Gange ist, haben die Verantwortlichen der Förderschule im Kölner Westen bereits jetzt so maßgebliche Dinge wie Inklusion, Berufsorientierung und individuelle Förderung in wesentlichen Teilen realisiert. Das ist möglicherweise einer der Gründe, warum die Bildungseinrichtung mit insgesamt rund 290 Schülerinnen und Schülern, davon rund 30 ohne Behinderung, in diesem Jahr zu den besten 20 im Lande gehört. Das jedenfalls ist die Meinung der gemeinnützigen Bosch-Stiftung, die auch in diesem Jahr wieder zum Wettbewerb Deutscher Schulpreis aufgerufen hat. Am gestrigen Montag und am heutigen Dienstag nun stand der Besuch des Beurteilungsteams der Stiftung an.

Umfassende Bewertung der Schule im Alltag

„Wir erhoffen uns in erster Linie eine Anerkennung unserer schulischen Arbeit“, erklärte Schulleiter und Oberstudienrat Ludwig Gehlen am heutigen Dienstag zum Pressegespräch. Knapp zwei Tage hat das dreiköpfige Besuchsteam des Auslobers die Schule unter die Lupe genommen und dabei Schulleitung, Lehrer, Schüler und Eltern separat und voneinander unabhängig befragt. Ziel war es, ein möglichst umfassendes und ganzheitliches Bild der Schule und der hier praktizierten Qualität der schulischen Bildung zu erhalten und zu bewerten, wie Projektmitarbeiterin Nicole Meeh von der Bosch-Stiftung erläuterte. Zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen nahm das Besucherteam auch mitten im Unterricht Platz und ließ sich die eine oder andere Projektarbeit zeigen, mit denen die Schule ihr theoretisches Wissen vermittelt. Die Ergebnisse werden nun vom Besucherteam schriftlich dokumentiert und zur Beurteilung für die nächste Auswahlrunde ausgewertet. „Eine Bewerbung macht nur Sinn, wenn man in allen Kategorien glaubt, überdurchschnittlich gut aufgestellt zu sein“, ergänzte Ulrike Kegler vom Auslober.

Der Deutsche Schulpreis – rund eine Viertel Million Euro Preisgeld

Der Deutsche Schulpreis, an dem neben der Bosch-Stiftung als Initiator des Wettbewerbs, auch die Heidehof Stiftung mit den beiden Medienpartnern Stern und ARD im Boot sitzen, vergibt den Schulpreis seit dem Jahr 2006 in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Insgesamt sechs Schulen können 2012 ausgezeichnet werden. Die beste Schule des Jahres wird mit dem Deutschen Schulpreis in Höhe von 100.000 Euro ausgezeichnet. Vier weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro. Zusätzlich wird der „Preis der Jury“ verliehen, der ebenfalls mit 25.000 Euro dotiert ist. Alle weiteren nominierten Schulen erhalten Anerkennungspreise in Höhe von je 2.000 Euro. 122 Schulen hatten in diesem Jahr ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. Nun sind 20 Bildungseinrichtungen ausgesucht worden, die jeweils für zwei Tage intensiv unter die Lupe genommen werden.Beurteilt werden dabei Leistung, der Umgang mit Vielfalt, die Qualität des Unterrichts, Verantwortung, das Schulklima sowie die Umsetzung der „Schule als lernende Institution“. Auf Anfrage geben die Auslober auch ein (telefonisches) Feedback.

Die LVR-Schule ist ihrer Zeit zwei Jahres voraus

Die Anna-Freud-Schule in Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland LVR und hat rund 300 Schülerinnen und Schüler. Die ohne Behinderung besuchen derzeit ausschließlich die Oberstufe. Allerdings ist geplant, auch in den anderen Jahrgangsstufen gemischte Klassen einzuführen. Als Förderschule mit einem Lehrkörper von 115 Lehrenden - Pädagogen und anderen Berufsgruppen – liegt die Klassengröße zwischen zehn und 15 Schülern. Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und ihre Selbständigkeit zu erhöhen. Dazu ist es aus Sicht der Verantwortlichen notwendig, den Lehrbetrieb der „Lernrealität der Schüler“ anzupassen, wie Michael Meier, Sonderschulkonrektor für die Klassen 5 bis 7, betonte. In letzter Konsequenz bedeutet das auch ein Ende der Benotung. Aber so weit ist man in Düsseldorf noch nicht. Die nun nach dem Schulkompromiss geplante zusammenlegung von Haupt- und Realschule zur so genannten „Sekundarstufe“ hat man hier bereits umgesetzt. „Wir sind eine Schule in Bewegung und damit rund zwei Jahre im Voraus“, berichtete Schulleiter Gehlen abschließend.

Ende März folgt die zweite Auswahlrunde des Schulwettbewerbs, dann stehen die 15 Finalisten fest, die im Juni dieses zur feierlichen Preisverleihung eingeladen werden. Dann werden auch die Besten dieses Bewerbungsjahrgangs ausgezeichnet. Die LVR-Förderschule ist den Auslobern nicht unbekannt. Bereits in den Jahren 2006 und 2007 hatte die Schule eine Bewerbung eingereicht. 2007 reichte es dabei nach Aussage von Schulleiter Gehlen für einen Platz „irgendwo zwischen Rang 20 und 40“. Damit ist man schon jetzt besser platziert.

Weiter Informationen zum Deutschen Schulpreis 2012 finden sie auch im Internet unter: schulpreis.bosch-stiftung.de.







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