21. 05. 2012
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AWB 2011: Mit dem "schwarzen Feger" an die Schulen
Der "Müllmann†war bis vor wenigen Jahren ein Berufsbild mit wenig Glamour und noch weniger Ansehen. Die Arbeit musste erledigt werden, mehr auch nicht. Erst seit einem knappen Jahrzehnt ist die städtische Müllentsorgung in einer Stadtwerke-Tochter überführt und mit immer mehr Aufgaben betraut worden. Und seit einigen Jahren setzen die Verantwortlichen auch intern strenge Maßstäbe. Alle Mitarbeiter sind von ihrem Arbeitgeber gehalten, saubere Kleidung zu tragen. "Wir haben da Vorbildfunktion", erklärte AWB-Geschäftsführer Herbert Winkelhog im Gespräch mit Köln Nachrichten. Aber die Beseitigung und Verwertung der Hinterlassenschaften großstädtischer Zivilisation ist nicht die einzige Aufgabe, der sich die AWB widmet. Auch die Umweltbildung im Sinne einer vorbeugenden Arbeit wird immer wichtiger, gilt es doch schon bei der jungen Generation ein Bewusstsein für Sauberkeit zu schaffen. Und weil die Jugend eine andere Sprache benutzt und andere Idole hat, müssen sich auch die Erwachsenen anpassen. "Geil muss es sein, Köln sauber zu halten", übersetzte das Winkelhog in seiner Rede.
Mit High-Tech und Mitmach-Aktionen in die Köpfe der Schüler
Mit einem neuen Einsatzfahrzeug stellte die stadtnahe Gesellschaft am heutigen Montag ein mögliches Hilfsmittel vor, das Interesse der Kinder und Jugendlichen anzuregen. Das siebte Gefährt der niederländischen Marke Ravo in Diensten der AWB hat eine Kapazität von 2,5 Kubikmetern. Es wird mit Erdgas betrieben und trägt statt des üblichen grau-orange Farbkleids schwarzen Lack mit jeder Menge Chromschmuck auf. In Dunkelheit und Dämmerung beleuchten Strahler und LED-Leuchten das Fahrzeug von außen und innen. Das kostete einige Zeit und Abstimmung mit dem TÜV Rheinland, wie die Verantwortlichen einräumten. Aber die Genehmigung steht und so soll das Kehrgefährt mit dem cool-lässigen Outfit zukünftig auf Kölner Schulhöfen Interesse erzeugen.
Aufbauend auf dem eigener Aussage zufolge "ausgesprochen erfolgreichen" Informations- und Präventionsangebot an Kölner Kindertagesstätten – im Juli 2010 stellten die Verantwortlichen der AWB dazu sogar ein eigenes Brettspiel vor – sollen nun die Schulen an die Reihe kommen. "Wir wollen dort präventiv arbeiten", erläuterte Winkelhog das pädagogische Konzept des deutlich über 140.000 Euro teuren Spezialfahrzeugs. Seit Oktober leistet sich das Unternehmen eine Mitarbeiterin, deren Aufgabe einzig in der Abstimmung der pädagogischen Konzepte zum Thema Umweltbildung mit den Kölner Schulen und ihren verantwortlichen Stellen liegt. Eine erste Pilotschule arbeitet mit. Im kommenden Schuljahr soll das neue Modell "Black Edition" auf Anfrage auch an anderen Kölner Schulen zum Einsatz kommen. Es scheint beinahe wie ein verspätetes Geschenk der Abfallwirtschaftsbetriebe zum eigenen Namenstag. Am 1. Januar 2011 jährte sich zum zehnten Mal der Tag der formellen Umfirmierung des ehemaligen Kölner Eigenbetriebs, Amt für Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Fuhrwesen in die heutige Rechtsform Abfallwirtschaftsbetriebe GmbH & Co. KG. Die gehört heute zu 100 Prozent der Stadtwerke Köln GmbH.

























