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21. 05. 2012
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Berufskolleg Ehrenfeld eröffnet Seminarkindergarten


02.11.2010 08:46 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Ehrenfeld,2010,Berufskolleg,Seminarkindergarten,Stiftung,Eröffnung

Ein Kindergarten in einem Schulgebäude. Das war bislang nicht möglich. Seit dem vergangenen Freitag gibt ist das anders. Am Berufskolleg Ehrenfeld, mit 3800 Schülerinnen und Schülern an zwei Schulstandorten einer der größten Schulbetriebe Kölns, gibt es nun einen so genannten Seminarkindergarten. In einem abgetrennten Trakt im Schulgebäude werden in den neuen Räumen ab sofort zehn Kinder unter drei Jahren betreut. Ursprünglicher Anlass waren junge Mütter, die am Berufskolleg selbst in der Ausbildung sind. So sollte verhindert werden, dass die zumeist Jugendlichen ihre Ausbildung abbrechen. Allerdings ist das Angebot nicht auf junge Mütter an der Schule beschränkt, wie die Verantwortlichen einräumten.. Auch bei der Betreuung gibt es eine in Köln einmalige Besonderheit. Ein dreiköpfiges Erzieherteam kümmert sich ebenso um den Nachwuchs wie verschiedene und wechselnde Schülerpraktikanten. Die werden nur wenige Meter weiter in den Schulgebäuden auf dem weitläufigen Campus in sozialpädagogischen Berufen ausgebildet. Durch den neuen Seminarkindergarten erhalten die angehenden Erzieherinnen einen Einblick in ihr späteres Berufsleben.

Der Kindergarten nahm bereits zum Beginn des Kindergartenjahres am 1. September ihre Arbeit auf. Ein Klassenraum wurde komplett umgebaut und zu einem wahren Spieleparadies. "Das ist Bildungserwerb im Medium des Beruf. So lernt man ganzheitlich", erläuterte der Leiter des Berufskollegs Ehrenfeld, Dieter Kesting. Ermöglicht wurde das durch eine unbürokratische Lösung der Behörden. Der Verein Sternschnuppen e.V. mietet den Gebäudetrakt auf eigene Rechnung vom Schulverwaltungsamt an. Damit kann der Trägerverein der Elterninitiative die Räume in eigener Verantwortung gestalten. Was einfach klingt, war im bürokratischen Zuständigkeitsdschungel ein Vorhaben, das fünf Jahre lang diskutiert wurde. Beide Seiten kennen sich bereits seit längerer Zeit, schließlich liegt die Zentrale der Elterninitiative nicht weit entfernt vom Schulstandort. Die blicken optimistisch in die weitere Zukunft. "Wir wünschen uns, dass das Engagement aller Beteiligten eine Vorbildfunktion für andere sein wird", so der Vorstandsvorsitzende der Elterninitiative, Guido Brock. Und tatsächlich wurde aus einem fast quadratischen Übungsraum eine Spielewelt mit verschiedenen Ecken und einer eingebauten Treppe. In einem Nebenraum gibt es für die Kleinsten drei Schlafplätze.

Das Konzept überzeugte auch die RheinEnergieStiftung Familie und das Kölner Jugendamt. Beide unterstützten das Vorhaben, insbesondere die Kosten für den Umbau. "Unser Hauptgrund für die Förderung des Modellvorhabens war, dass junge Mütter unterstützt werden und trotz Kind ihre Ausbildung zu beenden", erklärte die Geschäftsführerin der Stiftung, Gesche Gehrmann. Obwohl bereits zwei Monate in Betrieb, fand die feierliche Eröffnung erst Ende Oktober statt. Auch das hat seinen Grund. An dem Gebäude, in dem der Kindergarten eingerichtet wurde, wird derzeit mit Mitteln des zweiten Konjunkturprogramms gebaut. Trotzdem waren die Beteiligten guter Dinge. Bei der Eröffnungsfeier zeigten auch die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen, was sie in ihren Ausbildungswegen gelernt haben. Es gab Kinderschminken und sogar eine Typisierungsaktion für Knochenmarkspenden und – das ergibt sich fast von selbst – ein mehr als zehn Meter langes Kuchenbuffet. Ein Zauberer sorgte für ein weiteres Highlight. Und ein Schulbetrieb, immerhin schon 103 Jahre alt, hat nun für einen seiner vier Bildungssäulen eine Art "Fachraum für Modelllernen". "Das ist landesweit einmalig", erklärte Schulleiter Kesting am Tag der Eröffnung.







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