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21. 05. 2012
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Bildung in Deutschland wird immer "gerechter"


18.09.2011 18:09 von:

Schlagwörter: Köln,IW,2011,September,Bildung,Bildungspolitik,Bildungsgerechtigkeit,Förderung,M

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in seiner jüngsten Publikation der deutschen Bildungspolitik einen positiven Trend bescheinigt. Wie das arbeitgebernahe Kölner Institut am gestrigen Donnerstag meldete, haben sich einige der eingeleiteten Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit bereits positiv bemerkbar gemacht. Insbesondere die intensivere Förderung von Kindern aus Familien mit Zuwanderungshintergrund mache sich nach Meinung der IW-Bildungsexperten bezahlt. So hatten 2009 von den 15-jährigen Migrantenkindern, die zu Hause kein Deutsch sprechen, 71 Prozent länger als ein Jahr den Kindergarten besucht. Sechs Jahre zuvor hatte dieser Anteil erst bei 59 Prozent gelegen. Dies schlägt sich bereits in den schulischen Leistungen nieder. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln schnitten die 15-Jährigen aufgrund der Tatsache, dass sie im Elternhaus nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind, beim PISA-Lesetest 2009 zwar noch um 21 Punkte schlechter ab als ihre Mitschüler - im Jahr 2003 waren es aber noch eklatante 52 Punkte.

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Überwindung der Diskrepanz schulischer zwischen Minderheits- und Mehrheitsgesellschaft trägt nach Meinung des IW auch das duale Berufsausbildungssystem bei. Das aber gilt unabhängig von Herkunft für alle Kinder aus "sozial schwächergestellten" Schichten. Außerdem finden inzwischen 19,5 Prozent der jungen Leute, die nicht aus einem Akademikerhaushalt stammen, den Weg an die Hochschule. Zu Beginn der 1990er Jahre waren es erst 15,5 Prozent, wie das IW weiter herausfand. Auf ihren Lorbeeren ausruhen können sich die politisch Verantwortlichen aber nicht. Eine altbekannte, aber kaum zu finanzierende Forderung ist die nach einer Akademisierung der Erzieherinnenausbildung. Das aber müsste, um auch in diesem Berufsfeld den Anteil männlicher Erzieher zu erhöhen, die Bezahlung angeglichen werden. Mit neuen Angeboten zur berufsbegleitenden Ausbildung scheint man vonseiten der Wissenschaft schon ein Stück weiter zu sein. Aber auch hier gibt es noch Einiges zu tun, wie das IW abschließend bemerkte.

Die Untersuchung gibt es auch als gebundene Publikation beim IW: Christina Anger, Christiane Konegen-Grenier, Sebastian Lotz, Axel Plünnecke: Bildungsgerechtigkeit in Deutschland - Gerechtigkeitskonzepte, empirische Fakten und politische Handlungsempfehlungen, IW-Analysen Nr. 71, Köln 2011, 104 Seiten, 19,90 Euro. Versandkostenfreie Bestellung unter: www.iwmedien.de.







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