22. 02. 2012
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Doppelter Abiturjahrgang 2013: Engpässe drohen
Wer sich zu spät informiert, wird es schwer haben, 2013 einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu finden: Denn dann verlassen fast doppelt viele Abiturienten das Gymnasium wie in diesem Jahr. Das Kölner „Kommunale Bündnis für Arbeit“ hat vorgesorgt – auf einer neuen Internetseite finden sich alle wichtigen Informationen. Jetzt müssen sich nur noch die Schülerinnen und Schüler bewegen – und nicht bis auf die letzte Minute warten.
Grund für den verstärkten Abiturienten-Ausstoß ist die Umstellung vom Abitur nach bisher neun auf nur noch acht Jahre. Diese Änderung in der nordrhein-westfälischen Schulpolitik ist im nächsten Jahr abgeschlossen. Verstärkt wird der Andrang auf Ausbildungs- und Studienplätze noch durch den Wegfall der Wehrpflicht. Machten im Vorjahr noch 3418 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten das Abitur, werden es in diesem Jahr 3641 und 2013 dann 6333 sein. Ein Jahr später wird die Zahl dann wieder auf 3804 sinken. Hinzu kommen noch jedes Jahr 300 Jugendliche, die ein Berufskolleg mit Hochschulreife verlassen und die Absolventen der Gesamtschulen.
Und nach dem Abitur? Ein neuer Internet-Auftritt hilft weiter
Diese Zahlen nannte Kölns Schuldezernentin Dr. Agnes Klein am Freitag. Schon vor einem Jahr wurde der Runde Tisch „Doppelabiturjahrgang 2013 in Köln“ im Rahmen des Kommunalen Arbeitsbündnisses begründet. Er sollte ein Programm erarbeiten, um den Abiturienten in spe die Ausbildungsmöglichkeiten in Köln vorzustellen und auch Alternativen zum Studium schmackhaft zu machen. Ihm gehören die zuständigen Stellen von Stadt, Bezirksregierung und Bund an, Kreishandwerkerschaft, IHK, die Kölner Hochschulen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, das Kreiswehrersatzamt. Das wichtigste Ergebnis ist der neue Internet-Auftritt „www.doppelabitur-koeln.de“ mit einem umfassenden Informationsangebot.
Die Wirtschaft ist an hochqualifizierten Fachkräften interessiert, will motivierte Kräfte in Köln halten. Schon jetzt hätte man 300 Ausbildungsplätze nicht besetzen können, so Handwerksvertreter Thomas Günther. Gelockt wird mit guten Aufstiegschancen und dem bundesweit einmaligen „Trialen Studium“, bei dem Gesellen-, Meisterbrief und Studium in viereinhalb Jahren durchlaufen werden. Mit der „dualen Ausbildung“ bietet die IHK Vergleichbares an. Auch Bundeswehr, Bundesfreiwilligendienst und die verschiedenen Anbieter eines freiwilligen sozialen Jahres wollen von den prognostizierten Abiturientenzahlen profitieren.
Kölns Hochschulen fühlen sich gut auf den prognostizierten Ansturm gerüstet
Dank zusätzlicher Landes- und Bundesmittel fühlen sich Fachhochschule und Universität für steigende Studentenzahlen gut gerüstet. Es wurden neue Dozenten eingestellt – bei der FH besonders für die Ingenieurwissenschaften. Weitere Seminarräume wurden angemietet oder wie bei der Uni sogar ein neues Seminargebäude gebaut. Rund 8000 zusätzliche Studienplätze will die Uni anbieten. Bei Lehramtsstudenten soll jeder nach dem Bachelor auch auf Magister studieren können.
Am 2. Februar, 19 Uhr, werden Eltern und Schüler zu einer Informationsveranstaltung in der Universitätsaula eingeladen, auch NRW-Bildungsministerin Svenja Schulze will kommen. Umfassende Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Köln finden sie unter: www.doppelabi-koeln.de.

























