21. 05. 2012
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DSHS und DLR gründen gemeinsames Forschungszentrum
Die Deutsche Sporthochschule DSHS und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben am gestrigen Montag ein gemeinsames Forschungszentrum gegründet. Auf einer Ganztagesveranstaltung wurde die Gründung offiziell zelebriert. Zugleich wurde durch verschiedene Fachreferenten der Zweck der Gesellschaft diskutiert. Das Zentrum für Integrative Physiologie im Weltraum – oder auch kurz ZiP genannt – wurde auf der gleichen Veranstaltung im Senatssaal der DSHS festgelegt. Die Institutionalisierung der Zusammenarbeit basiert auf einer jahrelangen Vorgeschichte. Im Rahmen des nationalen Raumfahrtprogramms unterstützt das DLR bereits seit längerer Zeit Experimente zum Beispiel zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit im Weltraum auf die Physis des Menschen. "Mit der Gründung von ZiP können wir die integrative Physiologie und Leistungsfähigkeit des Menschen als Normalbürger, als Leistungssportler und als Astronaut sowie im Alter erforschen", bekräftigte der Programmleiter Biologie in der DLR Raumfahrt-Agentur, Prof. Günter Ruyters.
Erst vor kurzem wurde das DSHS in gleich sechs Experimenten in einem internationalen Wettbewerb berücksichtigt. So untersuchen Wissenschaftler der Sporthochschule unter anderem die Knochenmorphologie unter dem Einfluss der Schwerelosigkeit. Auch die metabolischen und faskulären Belastungen während einer Schwerelosigkeit sind Thema von entsprechenden Versuchsreihen, mit denen sich die Sporthochschule beworben hatte. Das neue ZiP bildet zugleich die dritte Säule der Raumfahrtmedizin in Deutschland. Neben der neuen Einrichtung und dem in Köln-Porz ansässigen DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin spielt auch das Zentrum für Weltraummedizin (ZMMB) an der Berliner Klinik Charite eine Rolle. "Dies fördert Konkurrenz und Kooperation, weil sich einerseits alle drei Zentren intensiv mit der Anpassung der physiologischen Systeme des Menschen an Schwerelosigkeit und weitere extreme Bedingungen befassen, andererseits aber unterschiedliche spezifische Schwerpunkte setzen", erklärte Ruyters das Prinzip. Das übergeordnete Ziel bleibt jedoch, die komplexen Wechselwirkungen von "physiologischen und psychologischen Parametern" zu erforschen. Dafür eignen sich Sportwissenschaften dank ihrer methodischen und inhaltlichen Vielfältigkeit in besonderer Art und Weise, betonte der Sprecher des ZiP, Dr. Stefan Schneider abschließend.

























