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21. 05. 2012
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Ergebnisse zur Elternbefragung über die gewünschte Schulwahl steht


30.11.2009 17:46 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtverwaltung,Stadtrat,Eltern,Befragung,Grundschule,Gymnasium,Gesamtschul

Die Eltern aller Kölner Drittklässler waren in der Zeit ab September dieses Jahres dazu aufgerufen, einen Fragebogen der Stadt Köln zu beantworten. Rund 56 Prozent aller Angeschriebenen nahmen letztlich auch an der Umfrage teil. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Schuldezernentin Dr. Agnes Klein stellten die Ergebnisse am heutigen Montag in einer Pressekonferenz vor. Der Brief selbst wurde in vier Sprachen verfasst, neben deutsch und englisch auch in türkischer und russischer Sprache. Neben der Frage nach der bevorzugten Schulform nach der Grundschule hat die Eltern auch die Möglichkeit, sich in diesem Rahmen zu ihren Einstellungen beziehungsweise Wünschen zu den Themen "Längeres gemeinsames Lernen" und "Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung" zu äußern.

Von den 4886 teilnehmenden Personen gaben rund zwei Drittel an, sich gut über die bevorstehende Versetzung auf eine weiterführende Schule ihrer Kinder informiert zu fühlen. Allerdings dokumentiere der hohe Anteil derer, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend informiert fühlen, einen "zusätzlichen Bedarf an Bildungsberatung", so die Schlussfolgerung. Für mehr als die Hälfte der Befragten steht mehr oder weniger bereits fest, dass ihr Kind eine Empfehlung für ein Gymnasium erhalten soll. 35 Prozent rechnen, damit dass ihr Kind eine Empfehlung für eine Realschule erhält. Nur sechs Prozent gehen von einer Hauptschulempfehlung aus. Die Prozentzahlen weichen innerhalb der neun Kölner Stadtbezirke um einiges ab. Während in Lindenthal 80 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Gymnasialempfehlung für ihr Kind annehmen, sind dies in Kalk nur 42 Prozent. Noch etwas deutlicher fällt das Verhältnis bei dem Anmeldewunsch der Eltern. 59 Prozent würden ihre Kinder am liebsten im Gymnasium anmelden. Auf Rang zwei folgt die Gesamtschule mit einem Anteil von 23 Prozent. Es folgen die Realschule mit 16 und die Hauptschule mit lediglich einem Prozent. Bei den Gesamtschulen errechnet die Stadt aus der Umfrage einen Fehlbedarf von rund 570 Plätzen, besonders im Stadtbezirk Nippes. Bislang mussten regelmäßig zwischen 800 und 1000 Kinder zurückgewiesen werden, weil die derzeit etwas weniger als 1500 Gesamtschulplätze überbucht waren.

Zwei Drittel befürworten bei der Schulwahl zur weiterführenden Schule eine Ganztagsbetreuung. Dies gilt vor allem für Eltern, deren Kinder an eine Gesamtschule gehen sollen. Fast genau so hoch war der Anteil derer, die einen längeren gemeinsamen Unterricht der Kinder wünschen. Das wird von den Fachleuten als Appell der Eltern zur Weiterentwicklung des Schulsystems betrachtet. 72 Prozent, auch dieses Ergebnis unterstützt diese These, könnten sich vorstellen, dass ihr eigener Nachwuchs länger zusammen mit Kindern mit Kindern mit Behinderungen unterrichtet werden kann. Das allerdings hänge von den Bedingungen ab. Im Regelschulbetrieb müsste sich an der persönlichen Ausstattung aber noch etwas verbessern. Viele Eltern befürchten, dass ein regulärer Schulbetrieb für Gemeinsamen Unterricht, zu wenig Raum für die individuelle Förderung übrig lasse. Bereits im kommenden Februar wird es in Köln eine Fachtagung zum Thema "Lebenslanges Lernen" geben. Zukünftig soll zudem ein Rahmenplan für eine integrierte Jugendhilfe und Schulentwicklung erarbeitet werden, hieß es dazu weiter.







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