21. 05. 2012
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Ersthelferausbildung für Kinder feiert rundes Jubiläum
"Trösten, verbinden und Hilfe holenâ€, so lauteten die wichtigsten Tipps, die die beiden Ausbilder Heike Resch und Nicolas Brandt am heutigen Mittwoch in der Kindertagesstätte "Zint Jan†nahe der Kirche St- Baptist zwischen Severinstraße und der Severinsbrücke an ihre vier und fünf Jahre alten Zuhörerinnen und Zuhörer weiterreichten. Mit dabei in der heutigen Kleingruppe war auch das 25.000. Kind, dass im Laufe der vergangenen elf Jahre an dem Projekt "Power Pänz" des Kölner Jugendrotkreuzes (JRK) teilgenommen hatte. In etwa 45 Minuten lernen die Kleinen alles Wichtige zur Versorgung kleinerer und zum richtigen Verhalten bei größeren Verletzungen. Die jeweiligen Unterrichtseinheiten sind dabei auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt, in jedem Fall aber immer von hoher praktischer Relevanz. Dafür haben die beiden JRK-Mitarbeiter jede Menge Verbandszeug und Puzzleteile mit Schaubildern mitgebracht. Zielgruppe sind Kinder in einer Altersspanne von vier bis zehn Jahren. Anfragen erhalten die Organisatoren der Maßnahme aber nicht nur aus Kitas und Grundschulen. Auch Initiativen, Elternvereine und andere Interessenten können die Kurse buchen. Dafür müssen die Besteller pauschal und pro Gruppe einen Beitrag von zehn Euro leisten, die Maßnahme wird dabei vom Kölner Jugendamt teilfinanziert, wie Fachbereitsleiterin Monika Knepper betonte.
Erziehung zur Eigenverantwortung
Bei der heutigen Jubiläumsveranstaltung sollten ursprünglich zwei Gruppen betreut werden. In der Regel werden Kita-Gruppen in einer Stärke von zwölf Kindern von jeweils einer Person betreut. In Grundschulen ist der Betreuungsschlüssel mit Gruppenstärken bis zu 24 pro Betreuer etwas großzügiger. Angefangen hatte das Angebot mit einer Stelle, inzwischen sind es drei. Bis zu vier Gruppen können pro Tag geschult werden und der Erfolg bleibt nicht aus. Barbara Scholz, Leiterin der Einrichtung "Zint Jan", berichtet von Kindern, die ihren Eltern nach einer solchen Schulung voller Stolz Gebrauch und Anwendung eines Fingerkuppenpflasters vorgeführt haben. Die erfahrene Pädagogin weiß zudem, dass das Konzept auch aus Sicht der Einrichtung absolut sinnvoll ist. "Das ist Erziehung zur Selbstverantwortung", so Scholz. Überdies sind kleinere Verletzungen, die beim Spielen und Toben in der Einrichtung oder auf dem Außengelände entstehen, gar nicht so selten. Immerhin 44 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden in der Einrichtung in zwei Gruppen betreut.
Und wie zum Beweis konnten die gerade geschulten "Ersthelfer" direkt eine Verletzung kurieren. Die kleine Charlotte war gestürzt und hatte sich am Knie wehgetan. Fast mussten die beiden Ersthelferausbilder die Kleinen bremsen. Das Erste, was die Kleinen im Fall der Fälle tun sollten, ist es den Verletzten Trost zu spenden. So wollten die Jungen und Mädchen in der Gruppe direkt zum Verband greifen, spendeten aber dann doch erst einmal Trost. Auch der kleinen Charlotte ging es schnell besser, humpelte sie auf einem Bein in den Raum hinein, ging sie offenbar gut behandelt und fast ohne Humpeln nach zehn Minuten wieder heraus. Sollte die Verletzung schlimmerer Natur sein, hatten die beiden Unterrichtsleiter auch noch einen Merksatz auf Lager, wie man sich die Nummer der Einsatzleitsteller der Feuerwehr am besten merken kann. Dabei braucht man nur das eigene Gesicht berühren. Ein Mund, eine Nase und zwei Augen und schon hat man die "112" aufgerufen. Den meisten Kinder war die Nummer aber eh geläufig.
Weitere Informationen zur Arbeit des Kölner JRK finden sie auch im Internet unter: www.jrk-koeln.de.

























