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21. 05. 2012
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FWG: 22 Millionen Euro für die Sanierung und jede Menge Herausforderungen


19.07.2011 15:03 von:

Schlagwörter: Köln,FWG,Friedrich-Wilhelm-Gymnasium,2011,Juli,Baubegehung,Fertigstellung,Sanier

Am gestrigen Montag haben die Mitglieder des Bauausschusses im Kölner Stadtrat einen Außentermin absolviert. Zusammen mit Baudezernent Bernd Streitberger, dem Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, und weiteren Baubeteiligten erkundeten die Kommunalpolitiker an diesem Tag mit Helm auf und vielen Fragen im Kopf die Großbaustelle. Bis zum Beginn des Schuljahres 2012/2013 soll auf dem weitläufigen Areals zwischen Nord-Süd-Fahrt und Severinstraße das bestehende Gebäude generalsaniert und für die gestiegenen Ansprüche des städtischen Gymnasiums ertüchtigt werden. Derzeit befinde man sich mitten in der Umrüstung. Auf dem ehemaligen Schulhof stapeln sich Baumaterialien und Baucontainer, einzelne Gebäudeteile sind durchlöchert wie Schweizer Käse und die ehemalige Tartanbahn am Nordende des Schulgrundstücks sperrt ein Bauzaun die Baustelle vor allzu neugierigen Blicken ab.

Schwierigkeiten allerorten

Nach der neuerlichen Bestands- und Bedarfsanalyse steht fest, dass die Generalinstandsetzung – ein kompletter Neubau ist aufgrund des vorhandenen Denkmalschutzes keine Alternative – ein Großbauvorhaben wird. Gleich in seinem Eingangsvortrag wies auch der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, auf die vielen Schwierigkeiten hin, mit denen die Baubeteiligten zu kämpfen hatten. So war beispielsweise der Sonnenschutz in den denkmalgeschützten Gebäudeteilen ein Problem, auch die Abgrenzung zwischen dem Schulgelände und dem angrenzen Areal des vormaligen Polizeipräsidium stellte sich als ausgesprochen vertrackt dar. Selbst der Grund, auf dem die Schule errichtet ist, stellte die Verantwortlichen vor diverse Probleme, von der Windsteifigkeit einzelner Trakte ganz zu schweigen.

Nicht von ungefähr sprach Rummel gleich zu Beginn den Mitgliedern des Bauausschusses zunächst seinen Dank für die konstruktive Zuarbeit und die notwendigen Beschlüsse aus. Immerhin investiert die Stadt nach derzeitiger Kostenrechnung rund 22 Millionen Euro in die Schulbaumaßnahme. Dass hier wie an so vielen anderen Orten im Stadtgebiet der Untergrund meterhoch mit Abraum und Trümmern aus dem Zweiten Weltkrieg aufgefüllt, eigentlich aber acht bis zwölf Meter tiefer lag und überdies noch eine mittelalterliche Klosteranlage unter sich weiß, ist eine weitere Herausforderung für die Fachplaner. Erfolgreich sei man hingegen an einer anderen Stelle gewesen. So wurde nach 1981 – durch eine entsprechende Gesetzesänderung das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium samt Grundstück in städtische Zuständigkeit übertragen. Allerdings behielt das Land als ursprünglicher Eigentümer an der Grenze zum ehemaligen Polizeipräsidium das Untergeschoss als Tiefgarage für schwere Einsatzfahrzeuge. Dank Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer, der Mannheimer Fay-Gruppe, errichtet man nun eine Tiefgarage unter dem Standort der Turnhalle, wo unter anderem 22 Stellplätze für die benachbarte Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) ausgewiesen werden können,. "Damit haben wir sogar rund 100.000 Euro eingespart", erläuterte Rummel.

Ehrgeiziger Zeitplan

Auch wenn der Zeitplan ehrgeizig erscheint, Stadt und Baubeteiligte setzen alles daran, das gesamte Ensemble bis zum Sommer 2012 fertig zu stellen. Auch das Hauptgebäude soll im Sommer kommenden Jahres fertig werden. Zwar liege man mit der Sanierung der Aula noch zeitlich zurück, das aber sei planmäßig, wie Rummel versicherte. Gleiches gilt für die Dachsanierung. Die Teilsanierung der Turnhalle befinde sich aber auch einem ebenso guten Weg wie die Sanierung und Dämmung der Außenfassade. Überdies werden die neuesten Vorgaben zum Brandschutz und zur Sicherheitstechnik umgesetzt. Die Auflagen des Denkmalschutzes machten es allerdings notwendig, dass statt eines äußeren Sonnenschutzes nun Sonnenschutzfenster eingebaut werden müssen. Insgesamt aber zeigten sich alle Verantwortlichen bei der gestrigen Begehung zuversichtlich, dass mit dem Start zum Schuljahr 2012/13 der Schulbetrieb mehr als drei Jahre nach der Einsturzkatastrophe des Historischen Archivs tatsächlich wieder an alter Wirkungsstätte, wenn auch für Jahre von weiteren Baustellung umgeben, beginnen kann.

Ganz wird der Schulbau am Standort ab Sommer 2012 allerdings nicht abgeschlossen sein. So errichtet die Mannheimer Fay-Gruppe auf dem benachbarten Grundstück noch einen Erweiterungsbau für die Schule, die schon vor dem Einsturz zusätzliche Schulcontainer aufstellen ließ, um die notwendigen Raumkapazitäten bereit zu stellen. Dieser Neubau soll dann Anfang 2013 fertig gestellt sein. Und spätestens dann wird der Schulbetrieb endlich in einem modernen, zeitgemäßen und vor allem sicheren Gebäudeensemble fortgeführt. Schulleiter Peter Jansen wird die Neueröffnung nicht mehr im Amt erleben. Der von Schülern und Eltern ob seines Einsatzes und Engagement hochgelobte Pädagoge hört nach einem Jahr Verlängerung mit dem Ende dieses Schuljahres endgültig auf.







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