21. 05. 2012
Seite drucken
FWG erhält Fachraumcontainer
Das Kölner Friedrich-Wilhelm-Gymnasium gehört zu den Leidtragenden der Einsturzkatastrophe in der Kölner Südstadt vom 3. März. Seit einigen Monaten muss ein Großteil der knapp 1000 Schülerinnen und Schüler jeden Morgen in das ehemalige VHS-Studiengebäude zum Unterricht. Zwar zeigten sich nicht wenige der Kinder und Jugendlichen zufrieden mit den neuen Klassenräumen. Aber ein vollwertiger Ersatz für das renommierte Gymnasium war der neue Standort bislang nicht. Dafür fehlte es vor allem an entsprechenden Fachräumen, insbesondere für naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie oder Physik. "Die Container sind etwas breiter als die genormten Schulcontainer. Statt sechs Metern haben sie eine Breite von sieben Metern. Das sind pro Container 140 Quadratmeter Grundfläche", erläuterte der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, bei der heutigen Besichtigung. Um zugleich die darunter liegende Tiefgarage nicht zu gefährden, mussten vor der heutigen Anlieferung der Container erst einmal neue Stelzen-Fundamente gelegt werden. Nach der Aufstellung erfolgen die notwendigen Anschlussarbeiten, so muss neben Strom und Wasser auch eine Gasleitung gelegt werden. Für den Endausbau haben die ausführenden Firmen noch knappe drei Wochen Zeit, ehe Mitte August das neue Schuljahr beginnt. "Bis dahin sind wir fertig, wir liegen voll im Zeitplan", versicherte Rummel. Die Kosten für die Schulcontainer samt Innenausbau und Anschlüssen belaufen sich nach Angaben Rummels auf rund 600.000 Euro.
Küche für Übermittagsbetreuung
Die Verantwortlichen hoffen, dass auch die letzten Gutachten zur Standsicherheit des Schulgebäudes in der Severinstraße positiv ausfallen, Immobilienexperte Rummel äußerte sich jedenfalls zuversichtlich. "In zwei Wochen wissen wir mehr", so Rummel. Zusammen mit einem noch zu errichtenden Erweiterungsbau soll die Schule dann in zwei Jahren komplett an den alten Standort zurückziehen. "Das FWG wird in eine fertig sanierte Schule einziehen", versprach Klein. Und auch die Kosten für die neuen Schulcontainer – allesamt Sonderanfertigungen aufgrund der größeren Raumtiefe – seien nicht unverhältnismäßig hoch. Schließlich wird die Stadt auch in den kommenden Monaten und Jahren im Rahmen der allgemeinen Schulsanierung auf die mobilen Fachräume zurückgreifen können. Entgegen früherer Befürchtungen bezeichnete Schuldezernentin Klein die Anmeldesituation am FWG als stabil. "Das pädagogische Konzept zählt bei den Eltern mehr als die bauliche Situation. Die Zahlen sind nach dem Unglück vom 3. März nicht zurückgegangen", so Klein abschließend.

























