21. 05. 2012
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Ganztag an weiterführenden Schulen wird ausgebaut
Zum kommenden Schuljahr werden in Köln drei weitere Gymnasien auf den Ganztagsbetrieb umstellen. Das gab die Kölner Schulverwaltung am gestrigen Freitag bekannt. Die Kölner Bezirksregierung hatte die Genehmigung für den so genannten „gebundenen Ganztag“ an den drei weiterführenden Schulen in der vergangenen Woche erteilt. Nun hat die Schulaufsicht vor Beginn der Anmeldung zum fünften Schuljahr den Schulträger darüber informiert. Neue Ganztagsschulen sind demnach das Apostelgymnasium in Köln-Lindenthal, das Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium in Köln-Sülz und das Genovevagymnasium in Köln-Mülheim, hieß es dazu weiter.
Die Eltern, die ihre Kinder an diesen Schulen anmelden möchten, haben damit die Chance, auch an diesen Schulen einen Ganztagesplatz zu erhalten. Zunächst sollte die Genehmigung für den Ganztagsbetrieb der drei Gymnasien an den Beschluss des Landeshaushaltes gekoppelt werden. Die Stadt Köln hatte aber erfolgreich dagegen protestiert. Für das Schuljahr danach erwartet die Stadt weitere Genehmigung für den gebundenen Ganztag an weiterführenden Schulen, darunter die Eichendorff-Schule in Köln-Ehrenfeld und die Hauptschule Rendsburger Platz in Köln-Mülheim. Beide Bildungseinrichtungen sollen zum Schuljahr 2013/14 den Ganztagsbetrieb mit dem 5. Schuljahr aufnehmen. Die Kölner Schulverantwortlichen rechnen mit einer rechtzeitigen Genehmigung vor der Anmeldung im kommenden Jahr.
Sollten alle fünf genannten Schulen ab dem Schuljahr 2014/15 fast zwei Drittel aller Schulplätze an den weiterführenden Schulen (65 Prozent) im gebundenen Ganztag sein, derzeit sind es rund 60 Prozent. Für die Kölner Schuldezernentin sind das gute Nachrichten. Schulische Ganztagsbetreuung ist für Familien in zweifacher Hinsicht von großer Bedeutung, was auch in Studien bestätigt zu sein scheint. Für die Eltern spielt ein Ganztagsangebot eine zentrale Rolle bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für die Kinder selbst ergeben sich verbesserte Bildungschancen, insbesondere wenn sie aus sozial benachteiligten Familien kommen. Deshalb hat die Stadt Köln trotz angespannter Haushaltssituation bereits vor Jahren mit dem Ausbau des Ganztags auch nach dem fünften Schuljahr begonnen. Startpunkt war dabei der Ausbau des Offenen Ganztags an den Grundschulen der Stadt, hier hat die Stadt inzwischen eine Betreuungsquote von nahezu 100 Prozent. Oberstes Ziel bleibt der bedarfsgerechte Ausbau über die gesamte „Bildungskette“ hinweg.

























