21. 05. 2012
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Geschichte der Horte geht zu Ende
Vor mehr als 30 Jahren wurde in der Domstadt erstmals das Hortkonzept ausprobiert. Nach der Grundsatzentscheidung zum Ausbau des Offenen Ganztags in der Primarstufe (Grundschule) wurde die Zahl der Hortgruppen kontinuierlich herabgesetzt. Derzeit gibt es in Köln noch 54 staatliche geförderte Hortgruppen. Dessen Förderung soll nun eingestellt werden, wie die Stadt Köln am heutigen Dienstag vermeldete. Die Verwaltung setzt damit einen Beschluss des Stadtrates aus dem Jahr 2006 um. Mit Mehrheit hatte die Bürgerschaftsvertretung damals dem Beschluss zugestimmt, Kinder im Grundschulalter nicht mehr in Horten sondern in der so genannten Offenen Ganztagsschule (OGTS) zu betreuen. Inzwischen ist der Aufbau der entsprechenden Plätze weitgehend abgeschlossen. Derzeit gibt es stadtweit 18.800 solcher OGTS-Plätze, das an insgesamt 160 Schulen, hieß es dazu in einer Mitteilung der Stadt.
Mit der Umsetzung der Vorgaben des Stadtrates hat sich die Betreuungssituation insgesamt aber deutlich verbessert. So betrug die Versorgungsquote der 7433 Hortplätze zum damaligen Zeitpunkt gerade einmal 16,9 Prozent, liegt sie nun bei 52 Prozent. Damit gilt der gesetzlich formulierte Anspruch auf einen Betreuungsplatz in Köln als nahezu erfüllt. Nach Anlaufschwierigkeiten bei der Umsetzung von Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung hatte der Stadtrat zudem im Februar dieses Jahres noch einmal nachgelegt. Ein Maßnahmenpaket soll diese Qualität nun sichern helfen. Bereits im vergangenen Schuljahr hatte der Stadtrat einen Millionenbetrag zugesetzt, um die Grundschulen zusätzlich zu unterstützen. Besonders 50 ausgesuchte Schulen in "Wohnbereichen mit besonderem Jugendhilfebedarf" sollten zusätzlich finanziell unterstützt werden. Weitere Maßnahmen der Stadt stehen derzeit aber aufgrund der prekären Haushaltssituation unter einem Finanzierungsvorbehalt.

























