21. 05. 2012
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Ikarus fliegt wieder
Geradezu überschwänglich zeigte sich am heutigen Donnerstagmittag der Schulleiter des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Dr. Peter Jansen. Nachdem seine Schule wie keine zweite durch den Einsturz des Historischen Archivs und zweier Nachbargebäude ge- und betroffen war, fand man recht zügig eine Zwischenlösung für die rund 1000 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums. Mitten in der Kölner City, nicht weit von Neumarkt und Schildergasse, haben sie nun seit inzwischen fast zwei Monaten im ehemaligen VHS-Studienhaus eine neue Bleibe gefunden. Die Raumkapazitäten sind zwar ausreichend, aber es fehlen Fachräume, vor allem für die naturwissenschaftlichen Fächer ab der Sekundarstufe II, wie Janssen anmerkte. Am heutigen Donnerstag erhielt das Gymnasium aber wenigstens einen Teil seiner historischen Identität zurück. Auf Initiative aus der Elternschaft und dank der großzügigen Unterstützung der in Düsseldorf ansässigen Firma blowUP media GmbH, einer Tochterunternehmen der Kölner Ströer AG, hängt seit dem heutigen Mittag wieder das Wappentier der Schule, der Ikarus, an der Nordseite des ehemaligen VHS-Studienhauses. Antje Zupp, deren Tochter in die sechste Klasse des Gymnasiums geht, zeigte sich hoch erfreut über die schnelle Lösung. "Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass das Symbol auf dem neuen Gebäude in so kurzer Zeit realisiert werden konnte", erklärte die stolze Mutter. Zusammen mit anderen Eltern organisierte sie innerhalb weniger Tage eine Sammelaktion. Um die notwendige Genehmigung kümmerte sich Zupp dann selbst. Das auf großflächige Außenwerbung spezialisierte Unternehmen blowUP produzierte den Ikarus auf einer sechs mal sechs Meter großen Fläche zum Selbstkostenpreis, wie Sales Manager Alexander Vogt betonte.
Sanierung bis 2010 – Erweiterungsbau bis 2013</>strong>
Das geflügelte Pferd, das Wahrzeichen der altehrwürdigen Schule mitten im Severinsviertel, war drei nach Tage nach dem Einsturz des Archivs von seinem ursprünglichen Platz an der Schulfassade abmontiert worden. Der Aufenthaltsort der tonnenschweren Metallskulptur ist derzeit unklar, es wird an einem geheimen Ort aufbewahrt, wie die Verantwortlichen zu Protokoll gaben. Um so mehr freute es Schulleiter Jansen, dass auch die Schülerinnen und Schüler auf dem improvisierten und notdürftig mit Bauzäunen eingegrenzten Schulhof des FWG das neue Symbol zu Gesicht bekamen. Wie es mit dem derzeit leer stehenden Gebäude weitergeht, darüber hat die städtische Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft ihm bereits die Rahmenbedingungen mitgeteilt. Zunächst wird ein Gutachten die Standsicherheit des Gebäudekomplexes an der Severinstraße überprüfen. Die Ergebnisse der gutachterlichen Untersuchungen sollen in rund vier Wochen vorliegen. "Wir ziehen nur zurück in ein Gebäude, dass auch wirklich sicher ist", erklärte der Schulleiter. An der Notwendigkeit, an die alte Wirkungsstätte ließ er indes keinen Zweifel. Bereits im Sommer 2010 soll das Gebäude saniert und zwei bis drei Jahre später um einen dringend benötigten Erweiterungsbau ergänzt wieder in altem Glanz erstrahlen, so Jansen abschließend.

























