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21. 05. 2012
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Köln wird immer kinderreicher


07.09.2011 14:00 von:

Schlagwörter: Köln,Kita,i-Dötzchen,Erstklässler,Schuljahr,Betreuungsplatz,Klein,Ganztagsschule

(ehu) Es gibt immer mehr Kölnerinnen und Kölner, die 100 Jahre und älter werden. Doch die Stadt vergreist nicht: Entgegen dem langjährigen Bundestrend steigt in Köln seit 2006 auch die Zahl der Geburten. Die Folge: Erstmals ist in diesem Jahr zu Beginn des Schuljahres die Zahl der Erstklässler größer als im Vorjahr. Zwar nur 115, doch das macht zusammen 8808 i-Dötzchen.

Und deren Zahl wird weiter steigen. Das lässt sich aus den Zahlen der Kinder unter drei Jahren ablesen: 28.634 sind es zur Zeit, so Kölns Schuldezernentin Agnes Klein. 2010 waren es 504 weniger. Allerdings steigt die Zahl der erforderlichen Betreuungsplätze nicht in gleichem Maße. Vom Rechtsanspruch, nach dem für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr ein Betreuungsplatz bereit stehen muss, ist Köln noch weit entfernt.

Bei den "U3-Betreuungsplätzen" besteht großer Nachholbedarf

Selbst zur bescheidenen Versorgungsquote von 40 Prozent – die zu erreichen hat der Rat für das Schuljahr 2013/14 beschlossen – fehlt bei "U3" noch einiges. 8690 Plätze reichen aktuell nur für etwa 30 Prozent der Kinder. Davon sind immerhin 1161 neu: 661 in Kindertagesstätten (Kitas), 500 in der Kindertagespflege. Um die Lücke zu füllen, bräuchte die Stadt mehr Geld, es müsste mehr Investoren aus der freien Trägerschaft geben, außerdem fehlen – besonders in der Innenstadt – geeignete Räume. Es soll sogar Eltern geben, die sich gegen eine Erweiterung bestehender Kitas wehren, berichtete eine Mitarbeiterin des Dezernats.

Eine positive Bilanz zieht Klein für die Drei- bis Sechsjährigen, Ü3 im Verwaltungskürzeldeutsch. 26.897 Plätze sorgen stadtweit für die Erfüllung der 100-Prozent-Quote. Engpässe gibt es lediglich in dichtbesiedelten Stadtteilen wie Nippes oder Lindenthal.

Schon im Kindergarten werden die Kleinen in den "MINT"-Fächern unterrichtet

Um den Anspruch auf frühkindliche Bildung zu erfüllen, werden in diesem Jahre die Mitarbeiter an städtischen Kitas speziell in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ("MINT"-Fächer) qualifiziert. Für die Sprachförderung von 5200 Kölner Kindern stehen 1,8 Millionen Euro Landesmittel bereit.

Fördern will die Stadt die "Inklusion", das heißt den gemeinsamen Unterricht von "normalen" Kindern und solchen mit Förderbedarf. Sie erfüllt damit eine UN-Menschenrechtskonvention, die auch die Bundesrepublik unterschrieben hat. Zur Zeit besuchen nur rund 1000 dieser Kinder – also 20 Prozent – eine Regelschule. Der Trend scheint dagegen noch die Förderschule zu bevorzugen: Die Zahl der "Förderschüler" ist im Schuljahr 2010/11 gegenüber 2009/10 (aktuellere Angaben liegen nicht vor) um 390 auf 5623 gestiegen.

Mit jeweils rund 22 Millionen Euro fördern Land und Stadt den Ausbau der offenen Ganztagsschulen. Hier stehen jetzt 22.000 Plätze zur Verfügung, 1400 davon sind neu.







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