21. 05. 2012
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Kölner Eltern bevorzugen das Gymnasium
Am heutigen Donnerstagnachmittag gab die Stadtverwaltung das Ergebnis des diesjährigen Anmeldeverfahrens für die weiterführenden Schulen bekannt. Nachdem das Anmeldeverfahren in diesem Jahr über mehrere Wochen zeitlich gestreckt wurde, stehen nun die Zahlen für das kommende Schuljahr 2011/2012 fest und zeigen eine Fortsetzung des bestehenden Trends in Richtung höhere Schulformen. Insgesamt stand die Schulverwaltung vor der Aufgabe, 8131 schulpflichtige Viertklässler in die verschiedenen Schulformen und das neue "Modell Gemeinschaftsschule" zu verteilen. 3450 Grundschüler sollen dabei nach dem Willen der Eltern im kommenden Jahr ein Gymnasium besuchen. Damit liegt der Prozentsatz bei 42,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresergebnis ist das ein weiterer Anstieg. 2010/11 wurden 41,4 Prozent aller Kinder für den Besuch eines Gymnasiums angemeldet.
Doch die gute Nachricht wird überschattet, weil nicht alle Elternwünsche auch tatsächlich bedient werden konnten. Die Stadt war jedoch bemüht, in einer gemeinsamen Konferenz der Schulen, der städtischen Schulverwaltung und der Schulaufsicht der Bezirksregierung nach Alternativen Ausschau zu halten. "In aller Regel konnte dabei der Zweitwunsch berücksichtigt werden", versicherten die Verantwortlichen. Die Eltern sollen in den nächsten Tagen von den Schulen eine persönliche Benachrichtigung erhalten. Bereits im Vorfeld hatte die Schulverwaltung gemeinsam mit den Schulleiterinnen und Schulleitern die Aufnahmekapazität der Gymnasien erhöht, um auf den erwarteten Ansturm zu reagieren. Zum Teil geschah dies durch Neu- oder Umbauten, aber auch durch die Bildung von mehr Klassen in den bestehenden Gebäuden, hieß es dazu weiter.
Zu wenig Gesamtschulplätze
Schon fast traditionell ist das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage bei den Kölner Gesamtschulen. Wie schon im Vorjahr konnten rund 600 Grundschulkinder keinen Platz an einer der inzwischen neun Kölner Gesamtschulen ergattern. Die Zahl der verfügbaren Gesamtschulplätze in den Eingangsklassen waren trotz der Erweiterung um eine Gesamtschule im Stadtbezirk Nippes lag bei 1490, weiterhin viel zu wenig für ein Gleichgewicht bei dieser Schulform. Im Vorjahr lag der Nachfrageüberhang bei 590. Die Quote der Gesamtschule stieg trotzdem von 18,1 auf 18,3 Prozent. Die Zahl der Plätze in den Eingangsklassen der beiden neuen Gemeinschaftsschulen im Stadtteil Mülheim war bereits im Vorfeld auf 150 festgelegt. Bei 165 Anmeldungen für dieses Modellprojekt der rot-grünen Landesregierung ist die Eröffnung dieser neuen Schulform endgültig sichergestellt.

























