21. 05. 2012
Seite drucken
Kölner Gymnasien erfreuen sich großer Nachfrage
In Köln gibt es nach Auskunft der zuständigen Schulverwaltung rund 3700 Plätze in Gymnasien. Bereits in der Vorwoche lag die Zahl der Anmeldungen mit 3736 knapp darüber, wie Kölns Schuldezernentin Dr. Agnes Klein am Rande eines Pressegespräches zur Klage gegen die Halbtagsbetreuung an der neuen Gesamtschule in Köln-Riehl erklärte. Nicht wenige Schulen sind nach Darstellung der Stadtverwaltung besonders von dieser Problematik betroffen. Hier übersteigen die Zahlen der Anmelder die der bereit gestellten Plätze deutlich. Trotzdem will die Stadt allen Anmeldern einen entsprechenden Platz auf einer höheren allgemeinbildenden Schule anbieten, versicherten die Verantwortlichen in einer Presseerklärung. Bei der Koordinierung von Angebot und Nachfrage hat es offenbar Pannen gegeben, wie die Stadt nun einräumen musste.
Der Grund für die Stellungnahme waren besorgte Elternanrufe, nachdem einige Schulen bereits Aufnahmebestätigungen bzw. Absageschreiben versendet hatten. "Entgegen der Absprachen vergangener Jahre", wie die Stadtverwaltung betonte. Zwar wurde inzwischen für die meisten Kinder in der Stadt ein Platz an einem Gymnasium gefunden, aber nicht für alle. Um die betroffenen Familien nicht weiter zu verunsichern, will die Stadt nun Alternativvorschläge erarbeiten für diejenigen, deren Wunschschule nicht in Frage kommt. Nicht in allen Fällen kann so eine wohnortnahe Unterrichtung des Nachwuchses an einem Gymnasium erfolgen, führten die Verantwortlichen weiter aus. Schulverwaltung und Schulaufsicht koordinieren derzeit die Möglichkeiten, um den betroffenen Eltern einen konkreten Platz anbieten zu können. So wurde beispielsweise festgelegt, dass für Kinder, die am Gymnasium Rodenkirchen keinen Platz erhalten haben, am Gymnasium Elisabeth-von-Thüringen-Schule in der Nikolausstraße in Köln-Sülz Plätze reserviert sind, hieß es dazu weiter.
"Jedes Kind mit einer Gymnasialempfehlung wird einen Platz an einem Gymnasium erhalten. Allerdings können wir nicht gewährleisten, dass der Platz an einem Gymnasium in unmittelbarer Wohnortnähe oder der Wunschschule gefunden werden kann", versprach Schuldezernentin Dr. Agnes Klein. Für besorgte Eltern hat die Stadt eine Telefonnummer freigeschaltet, die ab sofort Auskunft über mögliche alternative Standorte informieren soll. Die Rufnummer dazu lautet: 0221 / 221 – 29806.

























