21. 05. 2012
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Kölner Konferenz will Veränderung in der Pädagogenausbildung
Am gestrigen Freitag fand in Köln eine Fachkonferenz im Rahmen des Projekts "Chancen der Vielfalt nutzen lernen" statt. Dabei gaben die Verantwortlichen der Düsseldorfer Landesregierung ein Zwischenfazit des mit Landesmitteln geförderten Programm ab. Eine zentrale Forderung war dabei die Änderung der Pädagogen-Ausbildung. Sie müsse zukünftig mehr auf die spezifischen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zugeschnitten sein, so das Landesarbeitsministerium. "Wir wollen Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. Deshalb werden wir die Ausbildung für die Sozialarbeit und das Lehramt so gestalten, dass die künftigen Pädagogen auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet sind und Jugendliche mit ihren jeweiligen Stärken individuell fördern können", erklärte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider am Freitag bei der Eröffnung der Tagung.
"Bildung ist ein zentraler Schlüssel, um die Chancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern, und eine besondere Rolle spielt dabei die Sprache. Wir geben den Lehramtsstudierenden schon in der Zeit ihres Studiums die Chance, neben der Entwicklung ihrer theoretischen Kompetenzen ganz praktische Erfahrungen in der Sprachförderarbeit mit Schülerinnen und Schülern zu machen", ergänzte Ludwig Hecke, Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Auf der Fachtagung ziehen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis eine erste Zwischenbilanz des bis zum Jahr 2013 laufenden Modellvorhabens der Landesregierung "Chancen der Vielfalt nutzen lernen". Von Aachen bis Siegen werden derzeit in sieben Städten Nordrhein-Westfalens an Fachhochschulen und Universitäten Ideen für die Praxis in Schulen und Jugendeinrichtungen entwickelt. An den einzelnen Standorten des Programm werden jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte bearbeitet. Im Mittelpunkt aller Vorhaben stehen die Entwicklung von interkulturellen Ausbildungskonzepten, der Erfahrungsaustausch aller Projektbeteiligten und letztlich der nachhaltige Transfer der Projektergebnisse in die Regelausbildung für Sozialarbeit und Lehramt. So liegen bereits Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit vor, wie das Ministerium betonte.
Weitere Zwischenergebnisse des Projekts: Studierende des Lehramtes und der Sozialen Arbeit unterstützen sich gegenseitig bei der Arbeit. Erprobt werden moderne Formen der Lernförderung wie die Kombination von Sport- und Sprachangeboten, Elemente der Theater- und Zirkuspädagogik sowie Zeitungsprojekte. Für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf der einen und Studierende auf der anderen Seite ergibt sich eine Win-Win-Situation: Die einen bekommen die benötigte Unterstützung, die anderen erwerben Schlüsselqualifikationen, die für die pädagogische Arbeit und somit für die eigene Berufslaufbahn immer wichtiger werden, hoffen die Verantwortlichen.

























