21. 05. 2012
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Kölner Rathaus zeigt Wanderausstellung
Besucher des Spanischen Baus werden sich am heutigen Montagmorgen über die Gesangeseinlage gewundert haben. Kölsche Klassiker hatte der Chor der Kölner Gemeinschaftsgrundschule Spoerkelhof aus Köln-Merkenich im Repertoire, sogar einen Canon des Bläck Fööss-Klassiker "Su simma all he hin jekumme" hatte der junge Chor auf dem Programm. Ihre älteren Mitschülerinnen und Mitschüler aus der vierten Klasse hatten in den zurückliegenden Monaten an einem Medienprojekt mitgewirkt, das im Rahmen der bundesweiten Aktion "Klappe, die Zweite – Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen" stattfand. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung die rund zweieinhalbjährige Veranstaltung durch. Das übergeordnete Ziel war neben der Schulung in Sachen Medienkompetenz vor allem der Blick auf die kulturelle Vielfalt. "Wie entstehen Vorurteile? Wie nehmen wir uns und die anderen wahr?", das waren nur zwei Fragen, die sich die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen aus dem gesamten Bundesgebiet in ihren Projektfilmen gewidmet haben.
Insgesamt haben 14 Schulen aus ganz Deutschland an dem Projekt teilgenommen. Für Köln ging die Gemeinschaftsgrundschule Spoerkelhof im Kölner Norden an den Start. Mit Nils Neubert stand den Jungen und Mädchen ein kompetenter und erfahrener Journalist und Filmemacher zur Seite. Nach einer rund sechs Monate dauernden Einweisung in die Grundlagen des Films und der dazugehörigen Genres ging es ans Eingemachte. Vorkenntnisse brauchten sie ebenso wenig wie eine Teilnahmegebühr. Einzig das Interesse und eine regelmäßige Teilnahme waren Voraussetzung für’s Mitmachen. Nicht nur Neubert zeigte sich nach Abschluss der Projektarbeiten überrascht über die Schnelligkeit, mit der die jungen Nachwuchsfilmer sich und ihre Umwelt filmisch einfingen. Schon im ersten Jahr entstanden gleich mehrere kleine Filmbeiträge, die professionell und lustig zugleich waren, urteilte der Journalist. Gezeigt wurden alltägliche Situationen im Umgang von Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen. In der zweiten Projekthälfte stand das Thema Ökologie auf dem Stundenplan. "Wir sprechen über Ökologie und versuchen Bilder zu finden, die das Thema visuell darstellen", erläuterte Neubert die Vorgehensweise. Die anfänglichen Widerstände einiger Eltern wurden dabei ebenso überwunden wie die Skepsis der Pädagogen. Eine Lehrerin arbeitete sogar regelmäßig bei dem Projekt mit. Den größten Nutzen hatten wohl die Schülerinnen und Schüler, gehört das Produzieren eines professionell gestalteten Filmbeitrags in den wenigsten Schulen zum Unterrichtsalltag.
Die Wanderausstellung ist im Lichthof des Spanischen Baus noch bis zum 16. Oktober zu sehen. Neben den Kölner Beiträge informiert die Ausstellung auch über die anderen zwölf Projektergebnisse. Mit gleich sechs weiterführenden Schulen sind die neuen Bundesländer überproportional vertreten. Auch Nordrhein-Westfalen, Niedersachen und Hessen haben Schulen ins Rennen geschickt. Die südlichen Bundesländer sind hingegen nicht vertreten. Die Wanderausstellung tourt bereits seit Anfang dieses Jahres durch die Städte der Projektbeteiligten. Die Ausstellung ist montags, mittwochs und Donnerstag von 8 bis 16, dienstags von 8 bis 18 sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zum Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung finden Sie im Internet unter: www.dkjs.de oder unter: www.ganztaegig-lernen.de.

























