21. 05. 2012
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Land NRW verteidigt Verbesserungen im Sportunterricht
Es ist ein Widerspruch an sich. Die Landesregierung und die Kommunen des Landes geben pro Jahr Millionen Euro aus, um Kindern spezielle Bewegungsangebote zu unterbreiten. Gleichzeitig fallen an den Schulen des Landes bis zu 40.000 Unterrichtsstunden im Fach Sport aus. Das jedenfalls behauptete zu Beginn dieser Woche die Opposition. "Reine Phantasiegebilde", konterte NRW-Schulministerin Barbara Sommer in einer Replik, die in dieser Woche vom zuständigen Ministerium veröffentlicht wurde. Trotzdem gibt es Steuerbedarf, auch wenn die behaupteten Ausfälle tatsächlich geringer seien. Den Richtwert von drei verpflichtenden Sportstunden pro Woche erfüllen aber dennoch längst nicht alle Schulformen, wie die Ministerin einräumen musste.
So wird der Richtwert derzeit lediglich von den Grundschulen des Landes erfüllt, wie das Ministerium weiter bekannt gab. Am schlechtesten schneiden demnach die Hauptschulen des Landes ab. Hier errechneten die Experten des Ministeriums einen Wert von 2,5 verpflichtenden Wochenstunden Sport. Während die Gesamtschulen des Landes mit 2,9 dem Richtwert noch sehr nahe kommen, entfernen sich die Gymnasien (2,7) und Realschulen wieder etwas stärker von diesem selbst gesteckten Ziel der Landesregierung. "Dies hängt von zahlreichen Faktoren ab, zum Beispiel auch von fehlenden Sporthallen und Schwimmbädern in unseren Kommunen", erklärte Sommer weiter.
Dabei lesen sich die reinen Personalzahlen gar nicht so schlecht. Nach Angaben des Ministeriums arbeiten derzeit rund 30.500 Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen des Landes mit der Befähigung zum Sportunterricht. Seit Anfang dieses Jahres sind alleine für dieses Unterrichtsfach rund 1100 Lehrkräfte zusätzlich eingestellt worden, hieß es dort weiter. Unter den Neueinstellungen machen die Sportlehrerinnen und –lehrer inzwischen den vierten Platz aus. Warum die Kennzahlen trotzdem nicht erreicht werden, soll nun in einer Ursachenforschung ermittelt werden. Die Ministerin indes will sich diese bereits umgesetzten Maßnahmen nicht schlechtreden lassen.

























